Kogler zu Finanzkrise: "Brauchen EU-weite Finanztransaktionssteuer und Managerhaftung"

Grüne für Ende der stock-options-Begünstigung und Begrenzung der Managergehälter

Wien (OTS) - "Die Bundesregierung ist verpflichtet, sich in
Brüssel für eine EU-weite Finanztransaktionssteuer, eine EU-weite Finanzaufsicht, eine massive Ausweitung der Managerhaftung und Begrenzung der Managergehälter einzusetzen", erklärte der Wirtschaftssprecher der Grünen, Werner Kogler vor dem EU-Gipfel in Brüssel. "Jetzt müssen wir die Chance ergreifen, neue Regeln für die Finanzmärkte einzurichten, um die Voraussetzungen für künftiges Wachstum und Beschäftigung zu schaffen." Die Krise müsse dabei Konsequenzen für jene haben, die sie mit hervorgerufen haben. "Manager, die im globalen Kasino fest mit dem Geld ihrer Anleger und Eigentümer gezockt haben, müssen zur Verantwortung gezogen werden", so Kogler. Das bedeutet: Ausweitung der Managerhaftung, Ende der stock-Option-Begünstigung, Transparenz der Verträge und ein Ende der Gehaltsexzesse im Spitzenmanagement.

Folgende Punkte müssen in den zu treffenden und EU-weit akkordierten Maßnahmen zumindest enthalten sein: Etablierung einer EU-weiten Finanzmarktaufsicht, die die Transparenz und Stabilität dieses Sektors befördert und auch dem Anlegerschutz verpflichtet ist, Einführung einer EU-weiten Finanztransaktionssteuer zur Verminderung des Volumens von spekulativen Finanztransaktionen, EU-weite Genehmigungspflicht von Finanzprodukttypen durch die Aufsichtsbehörden. Dazu komme eine Regulierung von Hedge- und Private-Equity Fonds, wie vom Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission gefordert. Diese Maßnahmen müssen nun in der EU gesetzt werden, aber Europa muss sich auf globaler Ebene dafür einsetzen, dass die selben Regulierungsmaßnahmen global umgesetzt werden.

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