GdG-Meidlinger: Finanzkrise kein Vorwand für Kreuzzug gegen Lohnerhöhungen

Krise erfordert massives Konjunkturpaket und vernünftige Lohnabschlüsse

Wien (GdG/ÖGB) - "Die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der internationalen Finanzkrise dürfen nicht zu einem Kreuzzug gegen vernünftige Lohnabschlüsse missbraucht werden", forderte heute, Mittwoch, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Christian Meidlinger, anlässlich des heute beginnenden EU-Gipfels in Brüssel.++++

"Die Stabilisierung der Finanzmärkte ist notwendig, reicht aber nicht, wenn die Kaufkraft nicht gestärkt wird", erklärte Meidlinger. Die Steuerzahler für die Spekulationsverluste der internationalen Geldwirtschaft heranzuziehen und ihnen gleichzeitig neue Belastungen und Einschnitte im Sozialsystem aufzubürden sei auf jeden Fall der falsche Weg.

"Nationale Maßnahmen allein werden zuwenig sein", sagte Meidlinger. Notwendig ist ein koordiniertes Vorgehen innerhalb der EU. Eine umfassende Reform des Finanzmarktsystems mit verbindlichen Regeln für alle Beteiligten ist erforderlich, um kurzfristige Spekulationen zu unterbinden. "Das Modell des Neoliberalismus ist gescheitert. Das Gebot der Stunde sind vernünftige Lohnabschlüsse, die Ankurbelung der Konjunktur und eine rasche Umsetzung der Lohnsteuerreform", schloss der GdG-Vorsitzende.

ÖGB, 15. Oktober 2008 Nr. 573

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