Apotheken sichern Medikamentenversorgung in Niederösterreich

Umfassende Leistungen der 220 Apotheken

Wien (OTS) - Den irreführenden Aussagen und Schimpftiraden einzelner Ärztefunktionäre stellen wir folgende Fakten entgegen: Die Arzneimittelversorgung in Niederösterreich war noch nie so gut und umfassend wie heute. Nie zuvor war das Apothekennetz so dicht wie jetzt. In den vergangenen zehn Jahren wurden 35 neue Apotheken eröffnet, lediglich sieben ärztliche Hausapotheken geschlossen. In Niederösterreich versorgen bereits 214 öffentliche Apotheken plus 6 Filialapotheken die Bevölkerung mit Arzneimitteln.

Die Gemeinde Furth hat seit 2. April dieses Jahres eine eigene öffentliche Apotheke. Die Furtherinnen und Further haben in den letzten Monaten schätzen gelernt, welch große Verbesserung eine volle Versorgung mit Medikamenten bringt. Sobald die ärztliche Hausapotheke von Dr. Skorjanz in Paudorf geschlossen ist, übernimmt die "Apotheke am Göttweiger" in Furth die Medikamentenversorgung auch für Paudorf.

Leider ist es Stil der Niederösterreichischen Ärztevertreter, die Bevölkerung in Sachen "Hausapothekenschließung" zu verunsichern. Wie schon in etlichen Fällen zuvor, versuchen einzelne Ärzte nun auch in Paudorf die lokale Bevölkerung gegen die neue Apotheke zu manipulieren. Die Apotheke in Furth wird ein Zustellservice für Paudorf einrichten, wo Medikamente im Bedarfsfall bis ans Krankenbett geliefert werden. "Kein einziger älterer oder gebrechlicher Mensch in Niederösterreich muss um seine benötigten Medikamente fürchten. Dafür sorgen wir Apothekerinnen und Apotheker", so Mag.pharm. Luks, Präsident der NÖ Apothekerkammer.

Ärzte haben durch ihre Hausapotheken ein lukratives Zusatzeinkommen. Auf polemische Art und Weise führen sie vermeintliche Patienteninteressen für den Erhalt dieses Zusatzeinkommens ins Treffen. "Wo bekommen die Patienten ihre Medikamente an ordinationsfreien Tagen, an Wochenenden, Feiertagen, an Urlaubs-, Krankenstands- oder Streiktagen des Arztes?" fragt sich Luks.

Aktuelle Gesetzeslage

Ist eine öffentliche Apotheke aus wirtschaftlichen Gründen nicht überlebensfähig, kann der Kassenarzt vor Ort eine Hausapotheke führen. Die zwischen Ärzte- und Apothekerkammer neu verhandelte Apothekengesetz-Novelle aus dem Jahr 2006 besagt, dass ärztliche Hausapotheken, die weniger als sechs Kilometer von der nächsten öffentlichen Apotheke entfernt sind, mit der Pensionierung des Arztes auslaufen. Stattdessen wird die Arzneimittelversorgung von einer öffentlichen Apotheke oder einer Filialapotheke übernommen. Im Bedarfsfall stellen die Apotheken die benötigten Medikamente direkt ans Krankenbett zu. Der Wegfall einer ärztlichen Hausapotheke ist kein Grund zur Landflucht von Ärzten. Seit 2006 ist keine einzige Hausapotheke aus diesem Grund geschlossen worden. Die Panikmache diverser Ärztevertreter ist völlig unbegründet.

Bessere Arzneimittelversorgung durch Apotheken

Überall dort, wo eine Apotheke in den vergangenen Jahren eröffnet hat, hat sich die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung deutlich verbessert. Jede Apothekeneröffnung stellt einen großen Gewinn für eine Gemeinde dar. Vor allem die kundenfreundlichen Öffnungszeiten, die fachliche Beratung und die Produktvielfalt in der Apotheke werden im Vergleich zu einer kleinen ärztlichen Hausapotheke sehr geschätzt.

Einer Umfrage des renommierten Marktforschungsinstituts OGM zufolge ist es für 91 Prozent der österreichischen Bevölkerung wichtig, eine Apotheke in der Gemeinde zu haben. Mehr als Dreiviertel der Befragten, konkret 76 Prozent, schätzen die Produktvielfalt in der Apotheke und 77 Prozent sind von den großzügigen Öffnungszeiten in der Apotheke angetan.

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