WirtschaftsBlatt: Poker um den ÖBB-Finanzchef

ÖVP-Kandidat Josef Halbmayr liegt vor SPÖ-Mann Clemens Schneider

Wien (OTS) - Wie das WirtschaftsBlatt in seiner Montag-Ausgabe berichtet, steht am Dienstag bei der ÖBB eine wichtige, längst überfällige, Personalentscheidung an: Der ÖBB-Aufsichtsrat beschliesst, wer Nachfolger des mit Ende Oktober ausscheidenden Finanzchefs Erich Söllinger wird. Söllinger muss wegen hochriskanter Finanzgeschäfte der Bahn bei der Deutschen Bank (Volumen 613 Millionen) den Hut nehmen.

Die Besetzung des Top-Jobs ein politischer Poker bis zur letzten Minute: Von den drei Kandidaten, die in die engere Wahl gekommen sind - ÖGB-Finanzchef Clemens Schneider, ÖBB-Personenverkehrs-Finanzvorstand Josef Halbmayr und Telekom Austria Festnetz-Finanzchef Gernot Schiezler - sind nur noch Schneider und Halbmayr im Rennen.

Hieß es nach dem Sieg der SPÖ bei der Nationalratswahl noch, der Weg für Schneider wäre hiermit frei und seine Besetzung so gut wie fix, so soll nun wieder ÖVP-Mann Halbmayr reele Chancen haben. Grund: Die Wahl Schneiders zum obersten Finanzer der Bahn könnte von der ÖVP als Provokation aufgefasst werden und dem Werben von SPÖ-Chef Werner Faymann um eine Große Koalition schaden.

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