Neues Volksblatt: "Eigenartig" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 11. Oktober 2008

Linz (OTS) - In der öffentlichen Diskussion und zum Teil auch in der medialen Wiedergabe ist in den vergangenen Tagen eine eigenartige Tendenz zu bemerken: Immer mehr rückte der designierte ÖVP-Chef Josef Pröll in den Mittelpunkt. Was deutet Pröll an? Was sagt er und was sagt er nicht? Was hat die ÖVP unter Pröll vor? Diese Fokussierung auf den neuen VP-Chef mag zwar gut für dessen Bekanntheitsgrad sein, es sollte dadurch allerdings etwas nicht übersehen werden: Den Auftrag zur Regierungsbildung und damit auch die Verantwortung für eine solche hat der Bundespräsident an Werner Faymann erteilt! Was tut Werner Faymann konkret, um diesem Auftrag gerecht zu werden -diese Frage stellt sich von Tag zu Tag dringlicher. Was bringt der "Mann des Lächelns" zustande in Sachen Regierungsbildung? Oder lehnt er sich nur zurück, um abzuwarten, was die ÖVP tut? Soviel bekannt wurde, lautet der Auftrag des Bundespräsidenten an Faymann jedoch nicht: "Abwarten und Tee trinken!- Sicher, die Aufgabe für Faymann ist keine einfache, zumal er wenig Spielraum für Koalitionen hat. Aber einer, der auszog, Bundeskanzler zu werden, kann nicht darauf hoffen, dass alles immer einfach ist.

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