Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern - Trinkl: "Keine überzogenen Regelungen!"

Trafikanten-Branchensprecher: "In Bayern wurde Politik dafür von den Menschen abgestraft" - "Österreichische Regelung im Tabakgesetz vernünftiger Mittelweg"

Wien (PWK756) - In Bayern steht die Rücknahme des dort streng gehandhabten strikten Rauchverbots bevor. Peter Trinkl, Obmann des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), unterstreicht im Bezug auf das Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern, "dass mit der im österreichischen Tabakgesetz festgehaltenen Regelung bezüglich Rauchen in Lokalen mit Wahlfreiheit für Wirte und Gäste bei gleichzeitig umfassendem Nichtraucherschutz ein vernünftiger Mittelweg gefunden wurde. Mit der österreichischen Lösung wird die Rauch- und Tabakkultur respektiert, sie nimmt auf Raucherinnen und Raucher und auf Nichtraucher Rücksicht, gewährt auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern den notwendigen Schutz. "In Bayern hingegen wurde die Politik für eine überzogene Anti-Raucher-Regelung von den Menschen abgestraft."

Deshalb richtet er einen Appell an die heimische Politik "für Augenmaß und gegen überzogene gesetzliche Regelungen: Es bleibt zu hoffen, dass der Gesetzgeber in unserem Land auch weiterhin einen Weg beschreitet, der möglichst wenig in die persönliche Freiheit eingreift und so auch in Zukunft ein friedliches Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern ermöglicht", so Trafikanten-Branchensprecher Trinkl.

Dem in Österreich erzielten Kompromiss zufolge kann der Wirt bei Lokalen bis 50 Quadratmeter wählen, ob er es als Raucher- oder Nichtraucher-Lokal führen will. Bei mittleren Gaststätten bis 80 Quadratmeter Fläche gilt ebenfalls Wahlfreiheit, sollte eine räumliche Trennung aus rechtlichen (bau-, feuer- oder denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht möglich sein. Bei Lokalen über 80 Quadratmeter gilt das gesetzliche Rauchverbot; der Inhaber kann aber - sofern dem keine Rechtsvorschriften entgegenstehen - eine Teilung des Gastraumes vornehmen und den Raum, der über weniger Verabreichungsplätze verfügt, als Raucherraum bestimmen. Sobald ein Lokal zwei Räume hat, bleibt der größere den Nichtrauchern vorbehalten und muss sichergestellt werden, dass der Tabakrauch nicht in den Nichtraucherbereich dringt. Bereits beim Eingang muss ein Aufkleber Auskunft über den Lokaltyp geben. In Kraft tritt das neue Gesetz mit 1.1.2009. (JR)

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