Grünewald: Universitätsranking schreit nach Ursachenforschung

Grüne fordern Evaluierung der Ergebnisse von Universitätsrankings

Wien (OTS) - Angesichts der schlechten österreichischen Ergebnisse des "Times-Universitätsrankings" erklärt der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald: "Es ist nicht nur Aufgabe der jeweiligen Universität nach den Gründen zu suchen, sondern auch die Aufsichtspflicht des zuständigen Ressorts, hier Ursachenforschung zu betreiben". Schlechte Evaluierungsergebnisse sind durchaus Ausdruck einer Mangelfinanzierung und unterkritischer Größen Österreichischer Forschungseinrichtungen sein. "Auch schlechte Betreuungsverhältnisse von Studierenden, drücken Ergebnisse von Rankings ohne auch nur irgend etwas mit der Forschungsfähigkeit zu tun zu haben" erläutert Grünewald.

Es kann nicht sein, dass die Reihung österreichischer Universitäten unabhängig von einer soliden Analyse bei einigen Jubelstimmung, bei anderen Katastrophenalarm auslösen. Die Kriterien einzelner Verfahren sind unterschiedlich. Oft werden große Universitäten bevorzugt und ebenso jene mit einer langen "Geschichte von Nobelpreisen, erklärt Grünewald. Allein die Loslösung der Medizin brachte zwangsläufig einen Absturz österreichischer Universitäten, da nun medizinischen Leistungen einer eigenständigen Universität zugeschrieben wurden. "Wenn aber mit ein und demselben Verfahren nun plötzlich eine österreichische Universität um 30 Positionen zurückfällt, dann muss man das doch ernst nehmen" hält Grünewald fest. "Entweder sind andere Universitäten um soviel besser geworden als unsere, was uns auch nicht recht sein kann, oder wir sind in den Leistungen zurückgefallen, was uns zu denken geben sollte" analysiert Grünewald die Lage.

Es sei jedoch hanebüchen Stanford mit Wien und Klagenfurt mit der ETH Zürich zu vergleichen. "Wir sollten uns anschauen wie viel Geld Spitzenuniversitäten pro ForscherIn und pro Studierenden ausgeben. Auch daraus könnte die Politik was lernen" so Grünewald. "Die zuletzt mit Mehrheit im Parlament beschlossenen Anträge der Besserfinanzierung österreichischer Universitäten und der Finanzierung international üblicher Betreuungsverhältnisse wäre auch ein Schritt in die richtige Richtung. Diesen Schritt müssen aber auch die Universitäten etwas mutige einmahnen und sich nicht den Schwarzen Peter der Mangelverwaltung zuschieben lassen. Wir Grüne möchten dass die Karten auf den Tisch gelegt werden und dazu wäre BM Hahn doch endlich verpflichtet", erklärt Grünewald.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004