Plassnik: "Ahtisaari, Mutmacher und Mann der Friedensarbeit"

Außenministerin zu Friedensnobelpreis 2008

Wien (OTS) - "Dass der Friedensnobelpreis 2008 Martti Ahtisaari zuerkannt wurde, ist eine gute Entscheidung. Ich freue mich und gratuliere", erklärte heute Außenministerin Ursula Plassnik. "Ahtisaari steht für Professionalität, Hartnäckigkeit und Unbeirrbarkeit. Wir Österreicher schätzen ihn als aufgeschlossenen aber auch strengen Partner. Sehr eng war unsere Zusammenarbeit mit Ahtisaari und seinem Team im Sommer 2000, als es darum ging, mit Fakten die Widersinnigkeit der Sanktionen der EU-14 offenzulegen."

Plassnik weiter: "Der ehemalige finnische Staatspräsident ist einer der erfahrensten Vermittler unserer Zeit. Der Friedensnobelpreis ist auch eine Auszeichnung für die Arbeit an einer Lösung für den Kosovo, an der neben Ahtisaari der Österreicher Albert Rohan mitgewirkt hat. Ahtisaari wurde im Auftrag des damaligen UNO-Generalsekretärs Kofi Annan tätig, wir haben ihn und sein Team bei der Arbeit in Wien mit der entsprechenden Infrastruktur unterstützt. Ahtisaaris Einsatz für Frieden am Balkan geht bis in das Jahr 1999 zurück, als er mit Slobodan Milosevic zusammentraf. Als EU-Vertreter in den Verhandlungen hat er entscheidend dazu beigetragen, dass die NATO-Intervention beendet werden konnte."

Plassnik: "Die Palette von Ahtisaaris Wirken spannt sich über Kontinente und Kulturkreise, von Namibia über Indonesien bis zum Balkan. Er hat dabei die Stärke und die Möglichkeiten des multilateralen Ansatzes ebenso genutzt wie die Natur von Friedensmissionen weiter entwickelt. Als Vertreter eines mittelgroßen Staates weiß Ahtisaari die Bedeutung der Vereinten Nationen für die Staatengemeinschaft besonders zu schätzen. Die Aceh Monitoring Mission hat nicht nur das geographische Betätigungsfeld der Europäischen Union erweitert und mit der ASEAN neue Kooperationspartner gewonnen. Es wurde auch ein neuartiger Ansatz entwickelt, der zivile Demilitarisierungsexperten ebenso umfasst wie Menschenrechtsbeobachter. Damit wurden neue Standards gesetzt, wie sie jetzt bei der EU-Mission in Georgien zum Tragen kommen", so Plassnik, die auf die Entsendungen österreichischer Menschenrechtsbeobachtern zu diesen beiden Missionen verwies.

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