Nationalratspräsidentin Prammer plädiert für Verantwortung im Umgang mit der Geschichte

Heute Vier-Augen-Gespräch mit Abg. Graf

Wien (SK) - Nach dem heutigen Vier-Augen-Gespräch zwischen Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Abgeordnetem Martin Graf bekräftigte Prammer nochmals das Vorschlagsrecht der FPÖ für den oder die dritte Präsidentin des Nationalrates.
"Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass der drittstärksten Partei dieses Amt zukommt. Daher liegt das Vorschlagsrecht bei der FPÖ, das ist unbestritten", so Prammer. ****

Die Mitgliedschaft von Graf in der Burschenschaft "Olympia" missfalle ihr dennoch weiterhin. "Für mich ist ganz besonders wichtig, dass das Selbstverständnis der österreichischen Republik was ihre Vergangenheit betrifft, nicht in Frage gestellt wird." Und Nationalratspräsidentin Prammer ergänzt weiter: "Hier gibt es nichts zu relativieren. Aus der österreichischen Geschichte ergibt sich für uns eine Verantwortung, die wir jetzt und in Zukunft zu tragen haben."

Das Präsidium des Nationalrates ist zudem im Kuratorium des Nationalfonds/Entschädigungsfonds vertreten. Prammer dazu: "Ich selbst bin seit vier Jahren Mitglied, seit zwei Jahren die Vorsitzende des Kuratoriums. Diese Arbeit ist äußerst sensibel und für die Reputation der Republik wichtig und notwendig." Auch Abgeordneter Graf wäre - nach einer möglichen Wahl zum 3. Nationalratspräsidenten - in diesen Gremien vertreten.

Diese beiden Punkte hatte Nationalratspräsidentin Prammer auch in das Gespräch mit Abgeordnetem Graf eingebracht.

Das Nationalratspräsidium wird am 28. Oktober in geheimer Wahl von den 183 Abgeordneten des Nationalrates gewählt. (Schluss) ah/mp

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