Hofer: Das Plastiksackerl hat ausgedient

FPÖ will Einsatz von Tragetaschen aus biogenen Kunststoffen sowie recycelbarem Papier forcieren

Wien (OTS) - Tragetaschen aus nicht verrottbarem Kunststoff
belasten die Umwelt über viele Jahrhunderte. Innerhalb der EU werden jährlich 250.000 Millionen Tonnen Verpackungsfolien aus heute gebräuchlichem Kunststoff weggeworfen. Dennoch weigerte man sich bisher im Umweltministerium, Österreichs Abschied vom Plastiksackerl zu ermöglichen. FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer übt daran scharfe Kritik und wird einen Antrag im Nationalrat einbringen, in welchem die Freiheitlichen die Abkehr von Tragetaschen aus nicht abbaubaren Stoffen beantragen und sich für eine Forcierung des Einsatzes von Tragetaschen aus biogenen Kunststoffen aussprechen.

Hofer: "Alleine im Pazifik schwimmt ein Plastikmüllberg in der Größe Zentraleuropas. 350 Millionen Plastiksackerl werden jährlich in Österreich verwendet. Trotz dieser erschreckenden Fakten macht man im Umweltministerium keine Anstände, hier entgegenzusteuern. Möglichkeiten dazu gibt es und diese kämen nicht nur unserer Umwelt zugute."

Der Einsatz von Biokunststoffen für Tragetaschen würde auch der österreichischen Landwirtschaft zugute kommen. Denn als Ausgangsstoffe eignet sich neben Zucker und Zellulose auch Pflanzenstärke, die aus Erdäpfeln, Mais, Weizen und Zuckerrüben gewonnen werden kann. So bekämen unsere Landwirte wieder die Möglichkeit, mehr zu produzieren und gerechte Preise für ihre Produkte zu verlangen.

Norbert Hofer: "Schließlich würde auch unsere Wirtschaft vom Einsatz umweltfreundlicher Alternativen zum Plastiksackerl profitieren, da sie nicht mehr von Importen fossiler Rohstoffe zur Herstellung von Einkaufstaschen abhängig wäre. Es dreht sich schließlich wieder einmal um die Frage des politischen Willens, ob im Interesse der Umwelt, der heimischen Bauern und der Unabhängigkeit von Importen entschieden wird. Leider ist dieser Wille offenbar nicht vorhanden."

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