Huainigg zum Internationalen Hospiz- und Palliative Care Tag: Fordere Verbot der Sterbehilfe im Verfassungsrang

Würdigung des Lebenswerkes von Hildegard Teuschl, der "Grande Dame" der Hospizbewegung

Wien (ÖVP-PK) - "Nicht durch die Hand, sondern an der Hand eines anderen Menschen sterben", diesen Leitspruch von Kardinal König unterstreicht Dr. Franz-Joseph Huainigg, ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung, anlässlich des morgen, Samstag, stattfindenden Internationalen Hospiz- und Palliative Care Tages. ****

Huainigg fordert ein Verbot der aktiven Sterbehilfe und die Verankerung der Menschenwürde im Verfassungsrang. "In Österreich gibt es einen breiten politischen Konsens, der lautet: Sterbebegleitung statt Sterbehilfe. Der Lebensschutz bis zuletzt hat einen hohen Stellenwert. Mit der Hospiz- und Palliativbewegung sowie dem Patientenverfügungsgesetz sind Strukturen geschaffen worden, die die Autonomie des Einzelnen wahren und ein Sterben in Würde ermöglichen. Ich möchte, dass wir diesen Weg weitergehen", sagt der ÖVP-Behindertensprecher. Er plädiert daher für einen Ausbau der Palliativmedizin und für die Unterstützung der österreichischen Hospizbewegung.

Der ÖVP-Abgeordnete nimmt den Internationalen Hospiz- und Palliative Care Tag zum Anlass, das Lebenswerk von Hildegard Teuschl, der "Grande Dame" der österreichischen Hospizbewegung, zu würdigen: "Sie hat die Hospizbewegung in unserem Land aufgebaut - dafür gebührt ihr großer Dank. Mit Engagement, Vehemenz und Überzeugungskraft hat sie Pionierarbeit geleistet. Es ist auch ihr Verdienst, dass der österreichische Weg nicht in der Euthanasie, sondern in der Sterbebegleitung besteht", sagt Huainigg über die frühere Vorsitzende des Dachverbandes Hospiz.

Abschließend stellt Huainigg einige ernüchternde Fakten zum Thema Sterbehilfe vor:

Nach amtlichen Angaben haben niederländische Ärzte im Jahr 2006 in 2.300 Fällen aktive Sterbehilfe geleistet. Eine Zunahme gibt es -laut niederländischem Gesundheitsministerium - bei Fällen palliativer Sedierung. Dabei versetzen Ärzte schwerkranke Menschen mit Medikamenten in einen tiefen Schlaf und führen keine Nahrung und keine Flüssigkeit mehr zu. Im Jahr 2001 gab es 8.500 solcher Fälle, im Jahr 2005 lag die Zahl bei 9.600. In den Niederlanden wird sogar die Euthanasie bei sozialem Leiden diskutiert (bislang nur körperliches und psychisches Leiden). Sterbehilfe ist auch für Minderjährige ab zwölf Jahren möglich. Diskutiert wird, die Euthanasie schon bei Neugeborenen durchzuführen.
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