Schennach zu Gespräche bei Prinz El Hassan

Grüne: Die Ressourcen Wasser und Energie sind Hauptmotive im Nahostkonflikt

Wien (OTS) - Bundesrat Stefan Schennach ist heute in seiner Eigenschaft als designierter Vorsitzender des EMPA-Ausschusses für Energie, Umwelt und Wasser für alle Mittelmeerstaaten in den Nahen Osten gereist. Höhepunkt dieser fünf-tägigen Reise wird ein ausführliches Gespräch mit Prinz Hassan von Jordanien sein. "Prinz Hassan ist sicherlich der Al Gore der arabischen Welt. Als Präsident des Club of Rome ist Prinz Hassan ein Verfechter der erneuerbaren Energie und der Allianz der Kulturen", so Schennach, der insbesondere in der Ressourcenfrage nach Wasser und Energie eines der Hauptmotive im Nahostkonflikt sieht.

Schennach nimmt in dieser Funktion auch an einem Workshop im King Hussein Center am Toten Meer zum Thema "Clean Power from Deserts" teil, welcher vom Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Poettering eröffnet wird. "In Zeiten der Energiekrise wird die Nutzung der Solarenergie von entscheidender Bedeutung im ganzen Mittelmeerraum sein. Daraus resultieren neue Märkte, neue Arbeitsplätze, ein neuer Energiehandel und ein schonender Umgang mit Ressourcen". Nach Meinung von Schennach sollte die österreichische Wirtschaft mit ihrem Know-how in Sachen erneuerbare Energien und Wasseraufbereitung im Rahmen der österreichischen Präsidentschaft für den Mittelmeerraum wichtige Impulse setzen.

Vorsitzender Schennach will von Beginn an auch neben der Wirtschaft die NGO’s der Regionen in diesen Prozess miteinbeziehen. So trifft Schennach während seines Aufenthaltes am Toten Meer "The friends of earth middleeast" und den Desertec Projekt Direktor. "Die Desertec-Initiative, die Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation ist ein wichtiger Impulsgeber und Projektumsetzer und daher auch ein wichtiger Bündnispartner für die österreichische Präsidentschaft im Barcelona-Prozess", so Schennach.

Gemeinsam mit den Abgeordneten Grossmann (SP) und Tamandl (VP) vertritt Schennach in der Folge auch bei der Parlamentarischen Versammlung der EMPA zum "middle east conflict" Österreich. Schennach wurde vor einer Woche in Athen zum Präsidenten des Ad-hoc-Ausschusses für Energie, Umwelt und Wasser der EMPA gewählt. Seine Stellvertreter kommen aus Tunesien, Algerien und vom Europäischen Parlament. Der österreichische Vorsitz beginnt mit März 2009. "Derzeit sind wir in der Phase der Vorbereitungen und des Knüpfens von Netzwerken, damit der erstmalige Vorsitz Österreichs im Rahmen des Barcelona Prozesses und der Union für das Mittelmeer sich auch erfolgreich gestalten kann", erklärte Schennach.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001