AK: Was Breitensportler brauchen, ist meist in Sportlerdrinks nicht enthalten!

AK am Wiener Forschungsfest mit hilfreichen Informationen

Wien (OTS) - Außer Spesen nichts gewesen. Sportler-Getränke oder Nahrungsergänzungen bringen Breitensportlern nichts. Das zeigte die AK Sportlergetränke-Studie aus 2006 und die AK Studie zu Sportlerergänzungen 2008. "Was für Leistungssportler passen kann, ist für Breitensportler unnötig", sagen die AK Konsumentenschützer. "Gesundheit und Sport", dem Thema widmet sich auch das Wiener Forschungsfest, wo die AK heuer gemeinsam mit dem Institut für Ernährungswissenschaften der Uni Wien einen Stand hat. Dort gibt’s Informationen, und es kann auch der eigene Energieverbrauch bei verschiedenen Aktivitäten gemessen werden.

Das Institut für Ernährungswissenschaften hat im AK Auftrag schon 2006 Sportlerdrinks unter die Lupe genommen. Das Ergebnis war ernüchternd: Obwohl es viele Drinks gibt, ist das Wesentliche für Breitensportler nicht drinnen. Kohlehydrate, Natrium und Vitamin B1 kamen in richtigen Mengen bloß in zwei Drinks vor. Die Zugabe von Vitaminen und Elektrolyten erfolgt nicht bedarfsorientiert. Die zugefügten Süßstoffe, Vitamine bis auf B1, Proteine, Aminosäuren oder Mineralien außer Natrium sind für Breitensportler sinnlos.

Für Sportler, die dreimal in der Woche eine bis eineinhalb Stunden trainieren, reicht Leitungswasser völlig aus. Bei längerem Training soll der Wasserverlust noch während des Trainings ersetzt werden, sonst sinkt die Leistungsfähigkeit. Für Breitensportler, die länger als zwei Stunden trainieren, können Getränke Sinn haben, die die "richtige" Menge Kohlehydrate und eine passende Elektrolytzusammensetzung haben, etwa Apfelsaft-Wasser-Mischungen im Verhältnis eins zu drei.

Obwohl ernährungsphysiologisch keiner der getesteten Sportlerdrinks ein "Sehr gut" bekam, schnitten einige als "empfehlenswert" ab: Gatorade, Powerade, Rauch Isotonic, IZO Plus, Isostar Hydrate & Perform, Gatorade Thirst Quencher. Zwei von drei waren nicht empfehlenswert. Bei jedem dritten Produkt war die Werbung fachlich unschlüssig, verwirrend oder falsch. Gemeinsam mit dem Institut für Ernährungswissenschaften werden die Erkenntnisse dieser Studie nun am Forschungsfest präsentiert und auch Messungen des Energieverbrauchs und der Körperzusammensetzungen angeboten.

Drei Tipps der AK Konsumentenschützer:
+ Lassen Sie sich nicht zum Kauf von teuren, unnötigen Sportlerdrinks verleiten, denn für durchschnittlich aktive Breitensportler reicht Leitungswasser.
+ Wer lang oder intensiv sportelt, braucht zusätzliche Energie - hier passt Apfelsaft gespritzt mit stillem Mineralwasser im Verhältnis eins zu drei und ist viel billiger. Wer auf Apfelsaft-Wasser statt fertiger Sportlerdrinks setzt, spart bis zu 300 Euro im Jahr.
+ Vitamine und Mineralstoffe (außer Natrium) sind in Sportlerdrinks unnötig, Proteine und Süßstoffe kontraproduktiv. Wichtig sind der "richtige" Zuckergehalt (20 bis 80 Gramm pro Liter) und mindestens 400 Milligramm Natrium je Liter.

SERVICE: Das Wiener Forschungsfest ist am 11. und 12.10. im und ums Wiener Rathaus. Die AK finden Sie am Stand 44. Die Studie gibt es unter www.arbeiterkammer.at

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