FP-Matiasek: Verpflichtender sexualpädagogischer Unterricht für Jugendliche an Schulen gefordert

Bedarf an umfassender Information absolut notwendig

Wien, 10.10.2008 (fpd) - Angesichts der exorbitant hohen Zahlen
bei Schwangerschaftsabbrüchen von 14- bis 19-Jährigen sowie der Tatsache, dass zu viele männliche Jugendliche ihre Sexualinformationen aus Pornofilmen beziehen, fordert die FPÖ einmal mehr einen verpflichtenden sexualpädagogischen Unterricht an den Schulen. "Wenn das das Ergebnis der linken Aufklärungs- und Sexualpädagogik ist, dann muss man hier eindeutig von einem Versagen sprechen", so die Obfrau der IFF-Wien (Initiative Freiheitliche Frauen) LAbg. Veronika Matiasek vor dem Hintergrund der gestrigen Pressekonferenz des Berufsverbandes der Österreichischen Gynäkologen.

Fehlende Kommunikation sowie unzureichendes Wissen im Bezug auf Verhütung seien vor allem die Ursache dafür, dass immer mehr junge Frauen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen müssen. Immerhin hat sich der Anteil der 14- bis 19-Jährigen seit 2005 fast verdreifacht. Es sei daher hoch an der Zeit entsprechende statistische Erhebungen in Österreich durchzuführen. Die "Pille danach" rezeptfrei an die Frau zu bringen - wie von der Grünen Schulsprecherin Jerusalem gefordert - ist aber mit Sicherheit der Falsche weg. Aufklärung über Verhütungsmethoden - die vor ungewollter Schwangerschaft schützen könnten - ist hier sicherlich zielführender, meint Matiasek.

Sowohl Eltern als auch Lehrer fühlen sich oftmals überfordert wenn es um die Aufklärung der Jugendlichen geht. Fragen werden unzureichend bis gar nicht beantwortet. Ein zeitgemäßer und Unterricht von speziell geschulten Sexualpädagogen muss daher in den Lehrplan von Pflichtschülern integriert werden. Nur mit gezielter Aufklärung - die die Jugendlichen auch erreicht - wird es möglich sein, die vielen ungewollten Schwangerschaften und damit den physisch und psychisch belastenden Gang in die Abtreibungsklinik einzudämmen, so Matiasek abschließend. (Schluss)paw

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0002