14. Oktober 2008: GenderDay-08 - Rollenbilder und Perspektiven in der Technik

Wien (OTS) - Vielfältige Rollenbilder, vielfältige Perspektiven, vielfältiges Programm - so präsentiert sich der GenderDay-08, der am 14. Oktober erstmals an der FH Technikum Wien stattfindet. Mit Jeri Ellsworth, der bekannten amerikanischen Computerchip-Designerin, die in ihrer Keynote Speech über ihren Zugang zur Technik und ihren persönlichen beruflichen Werdegang berichten wird. Mit VertreterInnen namhafter österreichischer Initiativen für Frauen in Technikberufen, die über Anreize, Möglichkeiten und Perspektiven für Frauen in der Technik diskutieren werden. Mit einem ganz speziellen Workshop-Angebot, das die Möglichkeit bietet, Technik nicht nur live zu erleben, sondern auch selbst auszuprobieren. In einer Gesprächsrunde mit Studierenden wird der Frage nachgegangen: "Welche Erfahrungen macht frau in einem technischen Studiengang!?".

Frauen & Technik - immer noch gibt es Berührungsängste, immer noch gibt es Informationsbedarf bei Perspektiven und Möglichkeiten für Frauen in Technikberufen. Dabei hat sich gerade in den vergangenen Jahren auch vieles verändert. Frauen sind längst nicht mehr nur eine gefragte Zielgruppe für technische Produkte wie Handys, Laptops und Autos, sie werden zunehmend in technischen Bereichen als Mitarbeiterinnen gesucht. Trotzdem sind z.B. Elektrotechnik und Computertechnik nach wie vor klassische Männerdomänen.

Der vom Institut für Embedded Systems der FH Technikum Wien veranstaltete GenderDay-08 will mit Erfahrungsberichten und Diskussionen von nationalen und internationalen ExpertInnen aus den Bereichen Technik, Wissenschaft, Kunst, Lehre und Frauenförderung gängige Rollenbilder ebenso hinterfragen wie Möglichkeiten und Perspektiven von Frauen in Technikberufen. Für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren werden darüber hinaus Workshops angeboten, in denen sie Technik live erleben und selbst ausprobieren können. Der GenderDay-08 findet im Rahmen des Forschungsprojektes "Automotive Gateways" statt, das von der Magistratsabteilung 27 der Stadt Wien im Rahmen der FH-Ausschreibung Nr. 4 "Anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung an Wiener Fachhochschulen", 2005, finanziell unterstützt wird (Projekt-Nr. MA27-0409).

Jeri Ellsworth & Workshops am Vormittag

Die bekannte amerikanische Computerchip-Designerin Jeri Ellsworth, die zum GenderDay-08 extra aus den USA anreisen wird, wird um 10.00 Uhr die Veranstaltung eröffnen. In ihrer Keynote Speech (in Englisch) wird sie nicht nur von ihrem eigenen Lebensweg berichten, sondern auch von ihrem Zugang zur Technik. Jeri Ellsworth entwickelte u.a. den Joystick C64 DTV (Direct-to-TV) mit einer integrierten Ein-Chip-Variante des Commodore-64, der direkt an einen Fernseher angeschlossen wird. Mit ihren außerordentlichen Hardwarekenntnissen, die sie vor allem im Selbststudium erworben hat, ist Jeri Ellsworth eine von wenigen Frauen im immer noch stark männerdominierten Computer-Hardware- und Chipdesignbereich.

Anschließend an den Vortrag von Jeri Ellsworth finden in der Zeit von 11.00 bis 13.00 Uhr mehrere Workshops und eine Gesprächsrunde statt:

  • Workshop A "Programmierung von Chips - Wie programmiert man einen Mikrocontroller?"
  • Workshop B "Digitale Speicherung von Audiodaten - Wie speichern ein PC, ein CD-Player oder ein MP3-Player Sprache und Musik?"
  • Workshop C "Strukturfarben in der Biologie - Wie wird moderne Technik von der Natur inspiriert?"

In der anschließenden Gesprächsrunde geht es konkret um die Erfahrungen von Studentinnen in technischen Studiengängen.

Initiativen für Frauen in Technikberufen & Podiumsdiskussion am Nachmittag

Ab 14.00 Uhr stellen ausgewählte Initiativen für Frauen in Technikberufen ihre Projekte und Programme zur Förderung von Frauen in der Technik vor: Maga. Helga Gritzner vom Verein Sprungbrett und vom Projekt FIT Wien, Mag. Andreas Landl vom Roberta Regionalzentrum Wien, DIin Andrea Rainer, die Programme der FFG des BMVIT zur Förderung von Frauen in Forschung und Technologie präsentieren wird, sowie Maga. Bärbel Traunsteiner von EfEU, dem Verein zur Erarbeitung feministischer Erziehungs- und Unterrichtsmodelle, und Maga. Susanne Schwanzer, die über das Projekt GEMIS (Gender Mainstreaming in informatiknahen Studiengängen) an der FH Technikum Wien berichten wird.

Im Anschluss an die Präsentation der Initiativen findet um 15.00 Uhr im Audimax der FH Technikum Wien eine Podiumsdiskussion zum Thema "Anreize, Möglichkeiten und Perspektiven von Frauen in der Technik" statt. Unter der Leitung von DIin Karin Kosina, Lektorin an der FH Technikum Wien, diskutieren FH-Profin. DIin Drin. Emilia Bratschitsch, Leiterin der Studienganges Fahrzeugtechnik an der FH Joanneum in Graz, DIin Dorothea Erharter, Dozentin für Webtechnologien und Usability Engineering und Leiterin des Zentrums für Interaktion, Medien und soziale Diversität, Univ. Assin. DIin Drin. Ille Gebeshuber, u.a. Key Researcher am Austrian Center of Competence for Tribology, ACCT Research GmbH in Wiener Neustadt, Reni Hofmüller, Medienkünstlerin, Performerin und Kuratorin, die Arbeiten zum Thema "Gender" und "Open Source" geschaffen hat, sowie DIin Drin. Brigitte Ratzer, die Leiterin der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies der TU Wien.

Begleitende Ausstellung

Ergänzend zum Programm des GenderDay-08 wird ganztägig eine Ausstellung gezeigt, die zum einen aus einer Plakatreihe zum Thema "Frauen-Technik-Geschichte" besteht. Zum anderen werden im Zuge der Ausstellung verschiedene Projekte und Demonstrationen gezeigt wie beispielsweise

  • der sogenannte Automotive Gateways-Demonstrator, der elektronische Systeme und Netzwerke in heutigen und zukünftigen Autos und deren Funktionsweise veranschaulicht
  • Biofeedback und Camera-Mouse, die Computermaus, die durch Kopfbewegungen und Mimik gesteuert werden kann
  • Wearable Computing, die Kombination von Sensorik und Multimedia mit Alltagskleidung
  • Screenies, die interaktiven Leuchtbilder der Künstlerin Eva Tauchen
  • der Servier-Roboter "Alan", der Snacks und Getränke serviert
  • der e-Stick, ein preisgünstiger, programmierbarer Mikrochip
  • Roberta: 2 mobile Roboter, welche die Funktionsweise und Programmierung von elektronischen Systemen veranschaulichen
  • das Inverse Pendel: ein Pendel, das nicht kippt.

Die Teilnahme am GenderDay-08 bzw. an einzelnen Veranstaltung oder den Workshops ist kostenlos. Wir ersuchen um Anmeldung unter www.technikum-wien.at/genderday08.

Fachhochschule Technikum Wien

Mit über 2.000 AbsolventInnen und mehr als 2.500 Studierenden sowie derzeit 11 Bachelor- und 15 Masterstudiengängen ist die FH Technikum Wien der größte Fachhochschul-Anbieter für technische Studien in Österreich. Das wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praxisnahe Studienangebot ist vielfältig und individuell kombinierbar. Die Studiengänge werden in Vollzeit- und/oder berufsbegleitender Form angeboten. Neben einer qualitativ hochwertigen technischen Ausbildung wird an der FH Technikum Wien auch großer Wert auf Sprachausbildung sowie wirtschaftliche und persönlichkeitsbildende Fächer gelegt. Sehr gute Kontakte zu Wirtschaft und Industrie eröffnen den Studierenden bzw. AbsolventInnen beste Karrierechancen. Die FH Technikum Wien wurde 1994 als erste Fachhochschule Wiens gegründet und ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).

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