SP-Haider: "Mit rascher Steuerreform in die Offensive gehen!"

88 Prozent der OberösterreicherInnen sind für mehr Steuergerechtigkeit

Linz (OTS) - Die Wirtschaftsforscher lassen angesichts der weltweiten Finanzkrise mit einer Warnung für Österreichs Konjunktur aufhorchen. In dieser Situation muss der private Konsum angekurbelt werden. "Damit die Kaufkraft nicht weiter einbricht, braucht es kräftige Lohnsteigerungen und vor allem eine rasche und effektive Steuerentlastung des Mittelstands und der Kleinverdiener. Die Menschen brauchen Sicherheit, wie es weitergeht im Land. Deshalb sollen die Regierungsverhandlungen rasch beginnen und möglichst zügig abgeschlossen werden, damit ohne weitere Verzögerungen eine Steuerreform zum frühest möglichen Zeitpunkt umgesetzt werden kann!", fordert Oberösterreichs SPÖ-Landeschef Erich Haider.

Wie die ArbeitnehmerInnen den Steuerdruck spüren, das belegt auch die jüngste Studie der Arbeiterkammer Oberösterreich. Danach halten 78 Prozent das derzeitige Steuersystem für ungerecht, und 88 Prozent sind der Meinung, dass Konzerne und Großverdiener mehr zahlen sollten und dafür die Kleinverdiener entlastet werden müssen.

Die Steuersituation sei für die Arbeitnehmer in OÖ, so Haider, tatsächlich äußerst unbefriedigend. Seit dem Jahr 2000 ist die Bruttolohnsumme in unserem Bundesland um 21,4 Prozent gewachsen, die dafür bezahlte Lohnsteuersumme allerdings um fast 30 Prozent. Bereits ab einem Monatsbruttoeinkommen von rund 1.100 Euro werden 38,33 Prozent Lohnsteuer abgezogen. Während die Gewinne in den letzten zehn Jahren insgesamt um 97 Prozent angewachsen sind und sich damit beinahe verdoppeln, stiegen die Löhne im gleichen Zeitraum um nur rund 40 Prozent. Haider: "Das sagt nicht die SPÖ, das geht aus Zahlen von Statistik Austria, WIFO und AK einig". Während es in Österreich bereits mehr als 77.000 Multimillionäre leben, sind allein in OÖ. 144.000 Menschen an oder unter der Armutsgrenze. "Jeder Tag, um den die Steuerreform verzögert wird, kommt die Menschen teuer zu stehen. Den Menschen muss wieder mehr zum Leben bleiben!", drängt Haider auf eine rasche Steuerentlastung. Vor allem für Pensionisten, AlleinverdienerInnen und sozial schwächere Familien.

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