E-Control: Konsumenten erwarten auch am Wochenende Strom- und Gasversorgung

Wien (OTS) - Für Erstaunen sorgt die heutige Presseaussendung der Gewerkschaft für Privatangestellte bei E-Control, der Regulierungsbehörde für den Strom- und Gasmarkt. "Die Konsumenten erwarten zu Recht eine stabile und sichere Strom- und Gasversorgung auch an Feiertagen und am Wochenende", so Boltz, Geschäftsführer der E-Control, "das erfordert entsprechende Versorgungsstrukturen und Regelungen auch für diese Zeiträume."

Die Stromversorgung erfolgt seit vielen Jahrzehnten nach dem Prinzip, dass täglich vorab Prognosen für den Strombedarf erstellt werden und die Stromerzeugungsanlagen ihren Betrieb daran orientieren. "Das ist erforderlich, weil zu jedem Zeitpunkt soviel Strom von Erzeugungsanlagen in das Netz eingespeist werden muss wie von den Verbrauchern aus dem Netz entnommen wird" erklärt Boltz.

Besonders sensibel ist diese Planung bei Windkraftanlagen, die in dieser Bilanz mit ihrer jeweiligen - windstärkeabhängigen - Erzeugung zu berücksichtigen sind. "Wenn Sie heute eine Prognose der Windkrafterzeugung für morgen abgeben, dann liegen Sie im Durchschnitt um 12 % bis 14 % daneben. Wenn Sie dagegen heute eine Prognose der Windkrafterzeugung in drei Tagen abgeben, dann liegen Sie um etwa 20 % daneben." so Boltz.

In der Vergangenheit wurde bereits am Freitag eine Prognose der Strommengen aus Windkraft für Samstag, Sonntag und Montag erstellt. Dabei kam es natürlich zu großen Abweichungen, die nicht nur Kosten in Millionenhöhe für das Ökostrom Fördersystem verursacht haben, sondern auch die Stabilität der Stromversorgung negativ beeinträchtigt haben.

Der Gesetzgeber (und nicht die E-Control!) hat auf diese Situation so reagiert, dass er in der Ökostromgesetz-Novelle 2006, die übrigens von ÖVP und SPÖ mit Verfassungsmehrheit beschlossen wurde, nunmehr eine tägliche Prognose verlangt. Dies wird nach einer beträchtlichen Übergangszeit nun umgesetzt. "Den Energieversorgern stehen somit detailliertere Informationen der zu erwartenden Ökostromerzeugung jeweils für den Folgetag und damit eben auch am Wochenende zur Verfügung. Ob die Energieversorger darauf aktiv reagieren und ihre Eigenerzeugungen oder Zukaufsprogramme entsprechend optimieren, oder aber diese

Informationen ungenutzt lassen, steht Ihnen frei." Für die Konsumenten wird durch diese Verbesserungen jedenfalls eine Ersparnis von mehreren Millionen Euro ermöglicht.

Manche Energieversorger haben nun offensichtlich die Betriebszeiten ihrer Stromhandels Abteilungen auf das Wochenende ausgedehnt und darüber mit der Gewerkschaft entsprechende Regelungen vereinbart. Die E-Control ist in solche Verhandlungen naturgemäß nicht involviert.

Die Befürchtungen, die E-Control würde in Bestimmungen des Arbeitsrechts eingreifen, sind daher nicht nachvollziehbar.

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