Winkler: "Einsatz für eine stärkere Beteiligung der Binnenentwicklungsländer am Welthandel"

Staatssekretär Hans Winkler anlässlich einer hochrangigen Ministerkonferenz zur Förderung der Binnenentwicklungsländer

New York (OTS) - "Die Globalisierung bringt Chancen und Herausforderungen mit sich. Viele Entwicklungsländer stoßen dabei jedoch auf besondere Schwierigkeiten. Es besteht daher ein dringender Bedarf an national und international abgestimmten Politiken und Maßnahmen, die diesen Ländern effektiv helfen" sagte Staatssekretär Hans Winkler anlässlich seiner Ansprache im Eröffnungspanel einer hochrangigen Ministerkonferenz zur Förderung der Binnenentwicklungsländer in New York.

Winkler betonte, dass bestehende Nachteile für Binnenentwicklungsländer, wie hohe Transportkosten oder auch die Abhängigkeit von der Infrastruktur anderer Staaten, durch weitere Faktoren, wie steigende Treibstoffkosten, erhöhte Anforderungen an die Versorgungssicherheit und gesteigertes Umweltbewusstsein erhöht werden. "Die Schaffung der notwendigen Voraussetzungen, dass auch diese Länder sich erfolgreich am Welthandel beteiligen können, ist daher zwingend erforderlich. Die Basis dafür muss in einem engen Zusammenspiel zwischen den Binnenentwicklungsländern, Transitentwicklungsländern und den Entwicklungspartnern mit Fokus auf Transitinfrastruktur, Transfer von Know-how, wie die Steigerung ihrer produktions- und handelsbezogenen Kapazitäten und Handel liegen" betonte Winkler.

Österreich unterstützt seit langem - sowohl im europäischen Rahmen, wie auch in Zusammenarbeit mit den Partnerländern - diverse Initiativen, die unter anderem auch darauf abzielen, die regionale Zusammenarbeit zu fördern und Transportsysteme zwischen den Ländern auszubauen. Konkret unterstützt Österrreich den "EU- Africa Trust Fund on Infrastructure", der Zuschüsse für die Umsetzung grenzüberschreitender Projekte in den Bereichen Energie, Transport, Telekommunikation und Wasser zur Verfügung stellt. Weiters legt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit spezielles Augenmerk auf die Entwicklung nationaler Transportinfrastruktur in ihren Partnerländern, indem sie u.a. Investitionen in Straßenbau und Schiene unterstützt. "Die Mehrzahl der Schwerpunktländer der OEZA wie Burkina Faso, Uganda, Äthiopien, Bhutan und Moldawien, sind Binnenentwicklungsländer. Wir unterstützen sie mit einer großen Anzahl von bilateralen sowie multilateralen Projekten und im Rahmen der Vereinten Nationen" sagte der Staatssekretär.

Binnenentwicklungsländer stellen eine von der UNO anerkannte Kategorie von derzeit 31 abseits der Meere gelegenen armen Ländern dar, von denen sich die Mehrzahl in Afrika und Asien befindet. Trotz der unterschiedlichen geographischen Lage weisen alle 31 Länder folgende Merkmale auf:

  • fehlende Anbindung an die Weltmärkte
  • hohe Transit- und Transportkosten
  • mehrere Grenzen bzw. Länder, die es nach außen hin zu überqueren gilt
  • große Entfernungen zu internationalen Märkten
  • Abhängigkeit von anderen Ländern im Hinblick auf Transit- bzw. Verkehrs -und Handelswege

2003 wurde das Almaty- Aktionsprogramm angenommen, das darauf abzielt, Partnerschaften zu forcieren, welche den speziellen Problemen der Binnenentwicklungsländer entgegenwirken sollen. In New York findet nun im Rahmen der Generalversammlung eine Halbzeit-Überprüfungskonferenz statt.

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