Tiroler Woche: Josef Pröll hätte ÖVP zum Sieg geführt

Zwei Drittel der Tiroler verlangen einen Regierungssitz für das Bundesland

Innsbruck (OTS) - Eine exklusive Wahl-Nachumfrage des Innsbrucker Meinungsforschungsinstitut IMAD im Auftrag der Tiroler Woche unter 500 Tirolern birgt brisante Ergebnisse:

Nur vier von zehn Tirolern (41 %) äußern eine Zufriedenheit mit dem Ergebnis der Nationalratswahl, gleich sechs von zehn Tirolern (59 %) sind mit dem Wahlergebnis wenig bis gar nicht zufrieden. Für den Innsbrucker Politforscher Christian Traweger (IMAD) lässt sich aus der Tiroler Woche-Blitzumfrage ablesen: "Es war höchste Zeit, dass die Volkspartei Wilhelm Molterer gegen Josef Pröll ausgetauscht hat. 27 % der Tiroler ÖVP-Wähler sehen SPÖ-Mann Werner Faymann als Kanzler (37,6 % aller Wähler), nur 16 % hätten ihren eigenen Parteimann Molterer in diesem Amt gerne gesehen. Nachdem Molterer nun das Handtuch warf (nur 6,9 % Akzeptanz), könnten sich bereits 24,8 % der Tiroler Wähler Josef Pröll als Kanzler vorstellen. Wäre die ÖVP bereits mit Pröll in den Wahlsonntag als Spitzenmann gezogen, hätte sie die SPÖ schlagen können."

Für Traweger ist nicht überraschend, dass 55 % der Nichtwähler mit dem Ergebnis des Urnenganges unzufrieden sind: "Die Wähler vergessen Fehler der Politik nicht. Auch die Landespolitik in Tirol wäre gefordert, dass sachliche und personelle Entscheidungen besser kommuniziert werden, um dem 'Wahl-Teufelskreis' zu entkommen." Politische Spielvarianten: ÖVP und SPÖ Wähler meinen mit einer überwältigenden Mehrheit, dass eine große Koalition für Österreich richtungweisend ist. Nur 43 % aller Tiroler Wähler können sich eine Regierungsform ohne ÖVP vorstellen. 75 % der Tiroler VP-Wähler wünschen sich die Schwarzen in Regierungsverantwortung.

Trotz des schwachen Abschneidens von ÖVP und SPÖ bei der Nationalratswahl in Tirol verlangen zwei Drittel der Tiroler (64,4%) einen Tiroler Vertreter in der kommenden Bundesregierung.

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