BZÖ-Westenthaler: Nach der Wahl steigen die Gaspreise - BZÖ fordert Preisstopp!

Erdgasabgabe in Österreich 6mal höher als von der EU vorgegeben

Wien 2008-10-02 (OTS) - Angesichts der heute angekündigten Verteuerung von Erdgas in den nächsten Monaten fordert BZÖ-Klubobmann Peter Westenthaler eine sofortige Senkung der Erdgasabgabe in Österreich. "Während der EU-Mindeststeuersatz für Erdgas in der EU 1,08 Cent pro Kubikmeter beträgt, kassiert Österreich gemäß Erdgasabgabegesetz 6,6 Cent pro Kubikmeter ab - das sind 611 Prozent vom EU-Preis und insgesamt 9 Prozent vom Gesamtgaspreis. Das BZÖ fordert daher die Erdgasabgabe auf das EU-Mindestmaß zu senken, um hier der Teuerung entgegenzuwirken", so Westenthaler. Bei einer 4-köpfige Familie mit 100 m2 Wohnfläche mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 16050 kWh - das sind 1.558,25 Kubikmater Gas -würde allein diese Maßnahme (beim billigsten Anbieter im Wiener Raum) eine Einsparung von 8570 Cent oder 85,7 Euro pro Jahr bewirken und damit die erartete Teuerung für die Konsumenten beinahe ausgleichen, rechnet Westenthaler vor.

Westenthaler kritisierte auch, dass mittlerweile der reine Energiepreis nur mehr 47% Anteil am Gesamtgaspreis betrage. Die restlichen 53 Prozent schlüsseln sich in 21 Prozent Netznutzungsentgelt, 17 Prozent Umsatzsteuer, 9 Prozent Erdgasabgabe, 4 Prozent Gebrauchsabgabe (Wien) und 2 Prozent Entgelt für Messleistungen auf. "Die Gaskonsumenten werden abkassiert und stöhnen unter immer absurderen Abgaben. Das BZÖ fordert die sofortige Senkung der Erdgasabgabe aber auch eine Senkung des Netznutzungsentgeltes und die Abschaffung der anachronistischen Messleistungsgebühr, die beide von der e-control festgelegt werden. Die e-control hat hier absoluten Handlungsbedarf, denn die Menschen heizen und kochen mit Gas, sind also auf diesen Energieträger unbedingt angewiesen", so Westenthaler.

Für den BZÖ-Klubobmann ist es auch "typisch, dass jetzt kurz nach der Nationalratswahl die Gaspreise in allen Ländern außer dem BZÖ-regierten Kärnten Jörg Haiders und Salzburg steigen. Die rot-schwarzen Abkassierer sind sich wieder beim Belasten einig", so Westenthaler, der ein Aussetzen der Gaspreiserhöhungen nach Kärntner Vorbild fordert.

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