AK-Kärnten fordert eigenes Bundesministerium für Arbeit

Neue Regierung muss Schwerpunkt bei Arbeit und Beschäftigung setzen

Kärnten (OTS) - (AKK) - Die Schaffung eines eigenen Bundesministeriums für Arbeit fordert die Arbeiterkammer Kärnten. Angesichts der düsteren Konjunkturprognosen muss die künftige Bundesregierung einen Schwerpunkt bei der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik setzen. Ein sichtbares Zeichen dafür wäre, die Agenden für Arbeit und Beschäftigung wieder in einem eigenen Ministerium zu bündeln, betont AK-Präsident Günther Goach.

Wir brauchen rasch eine arbeitsfähige Regierung, die vor dem Hintergrund der konjunkturellen Probleme und der internationalen Finanzmarktkrise handelt und damit einem massiven Einbruch des Arbeitsmarktes entgegensteuert, fordert Goach.

Besonders unerfreulich sei die Entwicklung des Kärntner Arbeitsmarktes. Auch hier hinterlasse der sich anbahnende wirtschaftliche Abschwung immer deutlicher Spuren, verweist Goach auf die aktuellen Zahlen, wonach in Kärnten die Arbeitslosigkeit im September um 7,6 Prozent oder 932 Personen gestiegen ist.

Vor allem Arbeitsplätze in der Sachgütererzeugung sind in Kärnten vom Jobabbau betroffen. Ein klares Anzeichen dafür, dass das Wirtschaftswachstum stagniert und Aufträge immer öfter ausbleiben, betont der AK-Präsident. Problematisch sei, dass sich in Kärnten auch die Zahl der gemeldeten offenen Stellen weiter drastisch verringert. Gerade in der Arbeitsmarktpolitik muss jetzt mehr getan werden, sagt Goach und fordert die Schaffung eines Bundesministeriums für Arbeit.

Zusätzlich müsse jetzt umgehend das beschlossene Jungendbeschäftigungspaket umgesetzt werden sowie ein besseres Ausbildungs- und Weiterbildungsangebot für ältere Arbeitnehmer geschaffen werden. Die Arbeiterkammer fordert weiters eine Erhöhung der Finanzmittel für das Arbeitsmarktservice und spricht sich gegen eine vorzeitige Öffnung des Arbeitsmarktes im Jahr 2011 aus. Eine weitere dringende Aufgabe der neuen Bundesregierung ist eine rasche Senkung der Lohnsteuer für kleine und mittlere Einkommen, betont Goach.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Kärnten
Kommunikation
Mag. Christa Maurer
Tel.: 050 477-2401
Fax: 050 477-2400
c.maurer@akktn.at
http://kaernten.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKK0001