Plassnik: "Beeindruckendes gesellschaftliches Engagement iranischer Frauen unterstützen"

Außenministerin zur Veranstaltung "Frauen in Iran heute - im Spannungsfeld zwischen Tradition und Partizipation" in Wien

Wien (OTS) - "Den Stimmen der Frauen im Iran Gehör zu verschaffen und ihnen Mut zu machen, ist ein wichtiges Ziel dieser Dialoginitiative", so Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich des Symposiums "Frauen in Iran heute - im Spannungsfeld zwischen Tradition und Partizipation". Die Veranstaltung wird vom Außenministerium unterstützt und findet vom 3. bis 4. Oktober an der Diplomatischen Akademie in Wien statt. Die Teilnehmerinnen sind führende Frauen aus den Bereichen Journalismus, Literatur, Theater und Architektur im Iran.

"Frauen im Dialog zu unterstützen bedeutet, ihnen und ihren Perspektiven eine Stimme zu geben. Die Frauen im Iran zeigen, wie mit großem Einsatz trotz massiver Missachtung ihrer Rechte, konstruktive Auseinandersetzung und Dialog möglich sind. Gerade die Friedensnobelpreisträgerin Dr. Shirin Ebadi ist als unerschrockene Kämpferin für Menschen- und Frauenrechte im Iran eine wichtige Wegbereiterin und Mutmacherin, die wir nachhaltig unterstützen. Das gesellschaftliche Engagement iranischer Frauen unter schwierigsten Bedingungen ist beeindruckend und verdient unsere volle Solidarität", so Plassnik.

Im Iran werden Frauen weiterhin in ihren Rechten massiv eingeschränkt und diskriminiert. So droht etwa die Abschaffung des Mitspracherechts von Frauen bei Polygamie oder Einschränkungen im Kinderobsorgerecht. Auch benötigen iranische Frauen die Zustimmung ihrer Ehemänner, um zu reisen oder einen Beruf auszuüben.

Plassnik: "Derartige Einschränkungen sind im 21. Jahrhundert nicht akzeptabel. Eine Gesellschaft wird sich nur dann politisch und wirtschaftlich entfalten können, wenn Frauen auf allen Ebenen von Politik und Gesellschaft gleichberechtigt einbezogen und ihre Bürgerinnenrechte voll verwirklicht werden", so die Außenministerin, die fortfuhr: "Frauenrechte sind ebenso wie Freiheit der Meinungsäußerung und der Religion universelle Rechte. Sie müssen respektiert werden und dürfen nirgends unter Berufung auf Geographie, Tradition oder Religion eingeschränkt werden", so Plassnik abschließend.

Weitere Informationen zum Symposium und Anmeldung unter www.fraueniniran.at

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