PRÖLL: Neuer Impuls für Schulmilchprogramm bei Schulmilchtagung

Gesunde, neue Schulmilchprodukte und zusätzliche nationale Beihilfe

Wien (OTS) - Gesundheitliche Aspekte der Milch als Schuljause,
neue Schulmilchprodukte und eine zusätzliche nationale Schulmilch-Beihilfe sind Hauptthemen bei der heutigen Schulmilchtagung "Kuh-le Schule - frisch gestärkt durch Schulmilch"."Wir haben eine Festlegung des maximalen zugesetzten Zuckergehalts zu Schulmilchprodukten sowie eine finanzielle Unterstützung von neuen Produkten wie laktosefreier Milch, Fruchtjoghurts und Joghurtdrinks erreicht", freut sich Landwirtschaftsminister Josef Pröll. Zudem werden für das Schuljahr 2008/09 die Höchstpreise für die Schulmilchprodukte nicht erhöht. Laut Höchstpreisverordnung kostet jeweils ein Viertelliter Milch 40 Cent,
Schulkakao/Vanillemilch/Erdbeermilch 45 Cent, Joghurt 41 Cent. Da aber die Produktions- und Vertriebskosten für die Lieferanten angestiegen sind, wird zur Abfederung dieser Mehrkosten für die Lieferanten zusätzlich zur EU-Beihilfe von 804.000 Euro eine nationale Schulmilchbeihilfe in der Höhe von 230.000 Euro ab dem Schuljahr 2008/09 eingeführt. Dies teilt das Lebensministerium anlässlich der heutigen Schulmilchtagung in Wien mit.

Wesentliches Anliegen von Landwirtschaftsminister Pröll ist die Erreichung eines Bürokratieabbaus für die Schulen und für die Schulmilchlieferanten. Dieser Bürokratieabbau wurde nun realisiert. So brauchen Schulen nur noch am Beginn der Teilnahme am Schulmilchprogramm eine Verpflichtungserklärung unterschreiben. Auch die Anzahl der Schüler und Schülerinnen bzw. Schultage muss nicht mehr jährlich gemeldet werden, da dies nun die Landesschulbehörde übernimmt. Für die Schulmilchlieferanten konnte ebenfalls eine wichtige Neuerung erreicht werden, da sie künftig mit einer rascheren Beihilfenauszahlung rechnen können.

Eine flächendeckende Versorgung der Kinder und Jugendlichen mit Schulmilch wird in Österreich zu einem Großteil (80 Prozent) durch bäuerliche Lieferanten und Lieferantinnen gewährleistet. Heimische Produkte in einwandfreier Qualität und Frische werden teilweise direkt vom Bauernhof an die Konsumenten geliefert. Die Wertschöpfung bleibt somit zur Gänze in der Region. Durch die kurzen Transportwege dieser Nahversorgung mit Schulmilch wird auch dem Umweltschutz Rechnung getragen. Darüber hinaus nehmen die Schulmilchbauern die Schulmilchgebinde wieder mit und sorgen für deren fachgerechte Entsorgung bzw. für eine Aufbereitung zur Wiederverwendung bei Glasflaschen. Für die Schulen und Kindergärten bedeutet dies, dass für sie kein zusätzlicher Müll und Entsorgungsaufwand entsteht. Und die Schulmilch trägt auch zur Bewusstseinsbildung bei: Durch den Konsum qualitativ hochwertiger, heimischer Produkte wird Kindern und Jugendlichen eine größere Wertschätzung für das Lebensmittel und dessen Ursprung vermittelt. Vor allem regelmäßige Besuche der Kinder auf "ihrem" Schulmilchbauernhof, die von vielen bäuerlichen Schulmilchlieferanten angeboten werden, stärken das Bewusstsein dafür, was alles hinter der Produktion eines so selbstverständlich gewordenen Lebensmittels steckt.

Der Schulmilchkonsum, der sich in den letzten Jahren rückläufig entwickelte, trägt wesentlich zu einer gesunden Ernährung bei und stellt einen wesentlichen Bestandteil der Osteoporosevorsorge für unsere Kinder und Jugendlichen dar. Darum sollte die Schulmilch wieder zu einem essentiellen Element einer gesunden Jause in jeder Schule und jedem Kindergarten werden. Dass die Verunsicherungen bezüglich Laktoseintoleranz und Verschleimung in einem Großteil der Fälle nicht gerechtfertigt sind und die Milch als Kalzium- und Vitamin D-Quelle unersetzbar ist, zeigen auch die ernährungsphysiologischen Vorträge von Expertinnen im Rahmen der Tagung "Kuh-le Schule - frisch gestärkt durch Schulmilch".

Die Schulmilchaktion, die es nun bereits seit fast 80 Jahren in Österreich gibt, soll durch die Schulmilchtagung einen neuen, schwungvollen Impuls erhalten. Die Tagung richtet sich vor allem an die Verantwortlichen in den Schulen. Die Wichtigkeit der Schulmilch als wertvolles und gesundes Pausengetränk soll wieder ins Bewusstsein gerufen werden. Vor allem neue Schulen und Kindergärten, die noch nicht an der Schulmilchaktion teilnehmen, sollen mit der Tagung erreicht werden.

Kooperationspartner der Schulmilchtagung sind das Gesundheits- und Unterrichtsministerium, die Agrarmarkt Austria, die AMA-Marketing GmbH, die Interessensgemeinschaft Schulmilchbauern Österreich sowie der Österreichische Dachverband der Elternvereine an Pflichtschulen. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.

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