Zehn Jahre "University Meets Public". Eine Erfolgsstory

Die erfolgreiche Kooperation zwischen Volkshochschulen und Universitäten feiert am 30. September 2008 Jubiläum

Wien (OTS) - Das Projekt "University Meets Public" wurde im
November 1998 auf Initiative des damaligen Rektors, Univ.-Prof. Dr. Alfred Ebenbauer, und des Vorsitzenden des Verbandes Wiener Volksbildung, Dr. Michael Ludwig, ins Leben gerufen.

"'University Meets Public' setzt bei der langjährigen Tradition zwischen Volkshochschulen und Universitäten an", erläuterte Dr. Michael Ludwig bei der Pressekonferenz in der Wiener Urania das Entstehen der Kooperation. "Bereits zu Beginn der Volksbildungsbewegung haben UniversitätsprofessorInnen an den Wiener Volkshochschulen ihre Vorträge gehalten, besonders auch in diesem Haus, der Urania."

Vor 10 Jahren wurde diese Tradition dann wiederbelebt. "Begonnen hat das ambitionierte Projekt mit 7 Volkshochschulen, 28 Vortragenden und 43 Vorträgen. Jetzt nehmen pro Semester 16 Volkshochschulen und ca. 100 engagierte Vortragende mit 200 Vorträgen an dem Programm teil. Seitdem wurden über 3.600 Vorträge und Veranstaltungen von mehr als 36.000 Menschen besucht. Eine wahre Erfolgsgeschichte," freut sich Dr. Michael Ludwig.

Ziele erfüllt, Erwartungen übertroffen

"Das Ziel von 'University Meets Public' war und ist es, bildungsinteressierten Wienerinnen und Wienern die Möglichkeit zu geben, sich über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren," fasste Mario Rieder, Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen, zusammen. "Das Gespräch zwischen WissenschafterInnen und Laien soll gefördert werden. Das Leistungsspektrum der Universität wird so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und das wissenschaftliche und rationale Verstehen der Welt gefördert. Die Volkshochschulen positionieren sich - wie auch schon früher - als zentrale Orte der Wissensvermittlung und als Kommunikationsplattform."

Neben der Universität Wien ergänzten bereits die Technische Universität Wien, die Veterinärmedizinische Universität Wien, die Universität für Musik und darstellende Kunst, die Wirtschaftsuniversität Wien, die Universität für Bodenkultur und die Medizinische Universität Wien als Gastuniversitäten das Programmangebot.

Das Pilotprojekt entwickelte sich damit zu einer institutionalisierten Initiative im Bereich "Lebenslanges Lernen". "Interessierte können sich weitgehend unabhängig von ihrer Vorbildung und mit geringen finanziellen Mitteln in verschiedensten Themengebieten weiterbilden", erläuterte Mario Rieder, "ein Ziel, das unserem Bildungsauftrag genau entspricht".

Programm-Leckerbissen des Jubiläumssemesters

Der Herbst 2008 steht ganz im Zeichen der Schwerpunktthemen "Altern in der Stadt" und "Jahr der Mathematik". Als Beispiele führte Mario Rieder einige Vorträge an: "Unter Palmen" von Stephanie Drlik, "Zum Problem des Alterns in Ost und West" von Hisaki Hashi, "Autonomes Altern" von Barbara Pichler, "Schräge Rhythmen - auch in der zweiten Jugend" von Raimund Sobotka, "Anleitung zur statistischen Lüge" von Thomas Benesch, "Meisterleistungen antiken Ingenieurswesens" von Brigitte Cech. Natürlich dürfen auch die Klassiker nicht fehlen, z.B. Werner Gruber mit der "Kulinarischen Physik", Beatrix Hiesmayr mit "Quantenradieren - was ist das?", Josef Hohenecker mit "Erlebnis Wein", sowie die Angebote im Bereich "Wissenschaft für Kinder" wie z.B. Ulrike Mitterbauer mit "Vulkane -die gefährlichsten Berge der Welt".

Einige "UMP"-Vortragende präsentierten bei der PK in der Urania ihr Wissen; von der Uni Wien sprach Dr. Beatrix Hiesmayr zum Thema "Warum soll sich die Öffentlichkeit dafür interessieren, ob Einstein's spukhafte Fernwirkung existiert?"

Cem Ekmekcioglu von der Medizinischen Universität beleuchtete den Menschen im Fokus: "Chronobiologie, Ernährung und Physiologie". Ille Gebeshuber von der Technischen Universität berichtete zum Thema "Bionanotechnologie aus der Natur - intelligente Materialien, Nanoroboter und vieles mehr!" Zum "Erlebnis Wein" sprach Josef Hohenecker von der Universität für Bodenkultur.

Warum gehen Universitäten an die Volkshochschulen?

Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Christa Schnabl, Vizerektorin Studierende und Weiterbildung der Universität Wien, sprach über die Motivation der UMP-Vortragenden und der Universitäten selbst, an diesem Projekt teilzunehmen: "Bereits im 19. Jahrhundert haben Wissenschaftler wie Ludwig Boltzmann an den Wiener Volkshochschulen ihre neuesten Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese Tradition setzen wir fort. Nicht nur die Universität Wien, sondern auch die beteiligten Gastuniversitäten (Medizinische Universitäten Wien, Universität für Bodenkultur Wien, Technische Universität Wien) sehen in 'University Meets Public' eine Möglichkeit, die Volkshochschulen als Drehscheibe für den Transfer wissenschaftlichen Wissens zu einer interessierten und neugierigen Öffentlichkeit zu nutzen."

"Life Long Learning" ist für die Universität Wien kein Schlagwort, sondern seit über 10 Jahren gelebte Realität. "Die Universität Wien trägt damit der gesellschaftlichen Notwendigkeit Rechnung, wachsendes wissenschaftliches Know-how einem breiten Publikum zu präsentieren, zu diskutieren und damit mögliche vorhandene Barrieren abzubauen," ergänzt Vizerektorin Schnabl abschließend. (Schluss) vhs

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Mag. Michaela Pedarnig
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