Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Die Ohnmacht vor dem Votum (von Claudia Grabner)

Ausgabe 30. September 2008

Klagenfurt (OTS) - Zu Tode gejubelt ist auch gestorben. Wer angesichts des historischen Tiefststandes bei den Roten euphorisch den Sieg beklatscht, überlauert das Ausmaß des Debakels nicht: Das Ausmaß für die Partei per se. Das Ausmaß für die österreichische Politik generell. Das rechte Lager ist zurück. Erstarkt. In einer bislang nicht da gewesenen Wucht. Das Land - fassungslos steht es vor der Erosion seiner politischen Traditionen. Das Volk ist müde geworden. Desillusioniert.

Was jetzt? Der Karren steckt tief im Dreck. Tiefer als tief. Doch wieder Rot-Schwarz? Wie das dem Wähler erklären? Neue konstruktive Geister alleine werden das unwürdige Schauspiel nicht vergessen machen. Die Grünen als Alibi mit ins Boot holen? Man würde die Wähler nicht für dumm verkaufen - pardon: man hielte sie für Idioten. Was dann? Die Wende zur Wende des Jahres 2000? Mit Grauen wendet man sich ab: Ein blau-oranges Miteinander unter schwarzer Loser-Kanzlerschaft - Österreich hat anderes verdient. Nicht den Wahnwitz. Wenn man nur wüsste, was ...

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