Neue Maßnahmen gegen Gewalt in NÖ Schulen

Bohuslav: 49 Beratungslehrer bieten individuelle Betreuung

St. Pölten (NLK) - Niederösterreichs Schulen setzen verstärkt auf Präventionsarbeit gegen Gewalt, Aggression und Übergriffe. "Mit dem Aufgreifen von Problemen im schulischen und privaten Bereich sowie mit dem Erlernen friedlicher Lösungen soll Gewalttätigkeit erst gar nicht entstehen", betonten Landesrätin Dr. Petra Bohuslav und der Amtsführende Präsident des NÖ Landesschulrates, Hermann Helm, heute, 29. September, bei einem Pressegespräch in St. Pölten. Im Rahmen umfassender Kinderschutzprogramme bietet Niederösterreich neue Strukturen in den Bereichen Schulpsychologie, Schulsozialarbeit und Gewaltprävention in den Schulen an.

Dieses in Österreich einzigartige Angebot wird von 49 neu aufgenommenen bzw. ausgebildeten Beratungslehrern umgesetzt, die pädagogische Unterstützung bei der Umsetzung schulpsychologischer Maßnahmen, Empfehlungen und Vorgaben leisten.

"Die Jugend soll möglichst früh mit einem breiten Spektrum an Problemlösungskompetenzen ausgestattet werden, um langfristige Beziehungen bzw. Vertrauen zur unmittelbaren Umgebung aufbauen zu können", meinte Bohuslav. Die Auseinandersetzung mit Gewalt sei weder einfach noch bequem und könne mit dem Motto "hinschauen statt wegschauen, hinhören statt weghören" effektiv reduziert werden. Bei der erfolgreichen "Schulsozialarbeit", die Pflichtschulen und Berufsschulen seit sieben Jahren erfolgreich durchführen, werde wiederum auf Spezialisten gesetzt, die nicht Teil des Schulsystems seien, so Bohuslav.

"Bei Kindern und Jugendlichen ist zwar nicht so sehr die Gewalt als solche, dafür aber umso mehr deren Ausdrucksformen und Vielfalt im Steigen begriffen", meinte Helm. Neben der körperlichen Gewalt wenden Kinder und Jugendliche zunehmend auch psychische Gewalt an, die sich etwa in Beleidigungen, Erpressungen, Drohungen oder Mobbing äußert.

Nähere Informationen: Büro Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, Wolfgang Juterschnig, Telefon 0676/81 21 32 68.

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