E-Control gewährleistet weiteren Ausbau des Erdgasnetzes in Niederösterreich und Steiermark - Grundstein für zukunftsweisende Investitionen im Gas-Bereich gelegt

Wien (OTS) - Nach mehrmonatigen intensiven Verhandlungen ist es gelungen, die Weichen für die Berücksichtigung notwendiger Investitionen in das Erdgasnetz zu stellen. Im Detail handelt es sich um Investitionen im Bereich der Erdgasdrehscheibe Baumgarten durch die OMV Gas GmbH sowie um Investitionen in Fernleitungen des Leitungssystems der EVN Netz GmbH und der Gasnetz Steiermark GmbH.

Durch diese Ausbauten werden rund 400 km neue Rohrleitungen verlegt und die Netzbetreiber investieren in den nächsten Jahren 450 Mio. EUR. Dadurch wird die Versorgungssicherheit erhöht, der Kapazitätsbedarf abgedeckt und die Infrastrukturprojekte tragen zur Standortattraktivität bei. "Ich freue mich sehr, dass es im Sinne der Investoren und der Erdgaskunden gelungen ist, ein System zu entwickeln, mit dem Anreize geschaffen wurden, in Erdgas-Infrastruktur weiter zu investieren.", zeigt sich der Geschäftsführer der Energie-Control GmbH, DI Walter Boltz, zufrieden. Für eine nachhaltig agierende Branche mit derart langen Investitionszyklen wie die Gas-Wirtschaft, sind Planungs-, Investitions- und Rechtssicherheit unerlässliche Parameter. Gleichzeitig werden auch die Interessen der Kunden, nämlich eine kostengünstige und effiziente Versorgung, gewährleistet.

So funktioniert das System

Die Projektinvestitionen der Netzebene 1 gemäß Langfristiger Planung 2007 der AGGM Austrian Gas Grid Management AG, welche durch die Energie-Control Kommission genehmigt wurden, werden bereits vorzeitig in den Netztarifen berücksichtigt. Konkret werden während der Bauphase Fremdkapitalzinsen für die jeweils bekannten Zahlungsflüsse des Jahres 2008, sowie die des Jahres 2009 kalkulatorisch berücksichtigt und fließen in die Tarifierung im Rahmen der ersten Novellierung der GSNT-VO 2008, die für 1. Jänner 2009 in Aussicht genommen wird, ein. Durch die kalkulatorische Berücksichtigung der Werte wird jedenfalls das Risiko für die Netzbetreiber minimiert und die Vorfinanzierung durch das Unternehmen gewährleistet.

Nach der geplanten Inbetriebnahme im Geschäftsjahr 2011 wird das eingesetzte Kapital der Netzbetreiber mit entsprechenden Zinsen abgegolten. Sie erhalten für das eingesetzte Eigenkapital eine Verzinsung von mehr als 10 Prozent, wobei das Fremdkapital nach marktüblichen Gesichtspunkten abgegolten wird. Diese Kosten fließen zeitnah in die Tarifierung der Gasnutzungsentgelte ein, wodurch wiederum die Netzbetreiber die Sicherheit besitzen, das eingesetzte Kapital verdienen zu können. Durch diese Maßnahme besteht einerseits ein Anreiz Investitionen zu tätigen und andererseits eine größtmögliche Sicherheit für die Investoren.

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