Neues Volksblatt: "Es reicht!" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 27. September 2008

Linz (OTS) - Gut, dass der Wahlkampf vorbei ist und der Wähler das Sagen hat. Der freilich ist vielfach ratlos, wie die bis zum Schluss hohe Zahl an Unentschlossenen zeigt.
Vielleicht hilft beim Abwägen, wem man die Stimme gibt, ein Blick auf den Tag nach der Wahl. Will man wirklich einen SPÖ-Kanzler Faymann, der einem greisen Zeitungsherausgeber zu größtem Dank für dessen (zum Teil menschenverachtende) Wahlkampfhilfe verpflichtet ist? Der dann, vielleicht sogar gemeinsam mit der FPÖ, am Anti-EU-Klavier weiterspielen muss, weil der Strippenzieher es will? Und der smart lächelnd auf Jahre im Vorhinein in die Staatskasse greift, um mit Zuckerl das Wahlvolk bei Laune zu halten.
Wem das Land am Herzen liegt, dem muss eine solche Pespektive ein Gräuel sein. Letztlich kann nur eine entsprechend starke ÖVP in Regierungsverantwortung der Garant dafür sein, dass der Staatskarren nicht an die Wand gefahren wird. Dass Faymann im Gegensatz zu Wilhelm Molterer für die Zeit nach der Wahl keine Entwürfe vorgelegt hat, sollte morgen die Entscheidung leicht machen. Wenn die Stimmen ausgezählt sind, sollte Molterer zufrieden sagen können: "Es reicht!".

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