Winkler: "Gegen den Einsatz von Kindersoldaten muss kompromisslos vorgegangen werden"

Staatsekretär Hans Winkler beim Ministertreffen zum Thema "Kinder und bewaffnete Konflikte"

New York (OTS) - "Der Kampf gegen den Einsatz von Kindersoldaten kann nur dann zu Erfolg führen, wenn immer wieder auf den verschiedensten Ebenen gegen den Einsatz von Kindersoldaten mobilisiert wird, kompromisslos gegen diejenigen vorgegangen wird, die Kindersoldaten einsetzen, und die Freilassung und Wiedereingliederung der Kinder in die Gesellschaft gewährleistet wird.. Wir brauchen eine weltweite Allianz und verstärktes Bewusstsein", mahnte Staatsekretär Hans Winkler anlässlich eines Ministertreffens zum Thema Kinder und bewaffnete Konflikte. Winkler bedankte sich besonders bei der UN-Sonderbeauftragten für Kinder und bewaffnete Konflikte, Radhika Coomaraswamy und UNICEF für deren unermüdlichen Einsatz.

"Der Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten ist seit langem ein wichtiges Anliegen der österreichischen Außenpolitik. Wir wollen nicht wegschauen, sondern mit Hilfe konkreter Projekte in Ländern wie Irak, Uganda oder Kongo zur Reintegration von Kindersoldaten und anderen betroffenen Kindern beitragen." Winkler hob besonders die Unterstützung der Kinder bei der Wiedervereinigung mit ihren Familien, Schul- und Berufsausbildung, medizinische und psychologische Betreuung hervor. "Darüber hinaus wird jeder österreichische Soldat oder Polizist, der an internationalen Missionen teilnimmt, vor dem Einsatz in Fragen Kinderschutz und Kinderrechte besonders geschult", so der Staatssekretär.

"Die Zukunft der Kinder, die in Konflikte hineingezogen werden, hängt von den Antworten ab, die wir auf die bestehenden Missstände finden. Die rechtlichen Grundlagen zum Schutz von Kindern in Konflikten existieren. Sie müssen jedoch noch intensiver und konsequenter als bisher in die Praxis umgesetzt werden. Insbesondere muss der Straflosigkeit des Einsatzes von Kindersoldaten ein Ende gesetzt werden. Diejenigen, die Kinder anwerben und sie dann in den Kampf schicken, müssen ohne Ausnahme zur Verantwortung gezogen werden", so Winkler, der in diesem Zusammenhang die wichtige Rolle des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH) und verschiedener Sondertribunale hervorhob.

In den letzten zehn Jahren sind mehr als zwei Millionen Kinder durch bewaffnete Konflikte ums Leben gekommen. Schätzungen zufolge werden derzeit mehr als 300.000 Kinder in mehr als dreißig Konflikten weltweit zum Einsatz in bewaffneten Gruppen gezwungen. Sie sind damit nicht nur Opfer von Verstößen gegen internationales Recht, sondern auch Opfer brutaler Gewalt, von Mord, Verstümmelung und Vergewaltigung.

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