Fuhrmann: Heutige frauenfeindliche Äußerungen sind einer großen Tageszeitung nicht würdig

ÖVP-Jugendsprecherin: Während sich Plassnik für Atomtestsperrvertrag einsetzte, zog es SPÖ-Gusenbauer vor, im Central Park zu joggen

Wien (ÖVP-PK) - Der heutige Kommentar von Michael Jeannee in der Kronen Zeitung über Dr. Ursula Plassnik ist ein weiterer verabscheuungswürdiger Schlag in Ihrem Kampf gegen die engagierte und kompetente Außenministerin, zeigte sich heute, Freitag, ÖVP-Jugendsprecherin Silvia Fuhrmann empört über den Artikel. "Der heutige Kommentar ist nicht nur absolut aus dem Zusammenhang gegriffen, sondern auch extrem frauenfeindlich und keiner Frau würdig. Aber offenbar will die Krone jetzt alle ihre Leserinnen vergrämen, denn anders kann ich mir nicht erklären, wenn Jeannee Worte wie "grapschen" und "heranschmeißen" verwendet - dazu noch in absolut unzutreffender Art und Weise. Derartige Aussagen über Frauen sind einfach inakzeptabel und meiner Meinung auch eines großen Mediums nicht würdig." ****

Fuhrmann wies darauf hin, dass die Kronen Zeitung erst kürzlich die Ministerin bei der Unterzeichnung des Vertrags von Lissabon gezeigt und den rechts von ihr den Vertrag ebenfalls unterschreibenden Bundeskanzler Alfred Gusenbauer einfach weggeschnitten hatte. Jetzt hätte die Tageszeitung jedenfalls in New York die Möglichkeit gehabt, diesen joggend abzubilden. Denn während sich Plassnik dort für internationale Anliegen einsetzte, lief der SPÖ-Bundeskanzler durch den Central Park, als hätte er nichts anderes zu tun.

"Tatsache ist, dass Ursula Plassnik einer Konferenz über den Atomsperrvertrag beiwohnte, bei der auch Hollywood-Star Michael Douglas anwesend war. Und wahr ist auch, dass die Außenministerin gemeinsam mit UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und UNO-Friedensbotschafter Michael Douglas ein rasches Inkrafttreten des Atomtestsperrvertrags forderten, während es der Bundeskanzler vorzog, im Central Park joggen zu gehen", empörte sich Fuhrmann.

"Es ist höchst an der Zeit, dass der Atomtestsperrvertrag in Kraft tritt. Und genau das hatte das gestrige von Österreich initiierte Ministertreffen zum Atomtestsperrvertrag (CTBT) am Rande der UNO-Generalversammlung zum Ziel. Österreich führt derzeit gemeinsam mit Costa Rica den Vorsitz der so genannten Artikel XIV-Konferenz zum CTBT, die sich für sein rasches Inkrafttreten einsetzt. Für das Inkrafttreten fehlt noch die Ratifikation durch neun Staaten, unter anderem USA, China und Iran. Zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Kalten Kriegs müssen atomare Drohungen endlich der Vergangenheit angehören", erläuterte Fuhrmann die Hintergründe.

"Außenministerin Plassnik setzt sich vehement dafür ein, diese wichtige Botschaft weltweit klar und deutlich zu verbreiten." Gerade auf diesem Sektor sei eine gezielte Bewusstseinsarbeit nötig. "Anstatt manipulierte Geschichten der untersten Schublade zu verbreiten, sollte sich die Kronen Zeitung lieber in einer objektiven Berichterstattung den für uns alle wichtigen Themen widmen. Gerade hier könnte sie als große Tageszeitung einen wertvollen Beitrag leisten", appellierte die ÖVP-Abgeordnete abschließend an das Medium.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0009