ÖVP Wien ad Psychiatrie-Kommission: Hilfeschreie des Personals ernst nehmen!

Ärztliche Direktorin Kalousek bestätigt: Heute weniger Fachärzte am OWS als im Jahr 2006

Wien (VP-Klub) - "Dass die Strukturen, die Sicherheit für PatientInnen und Personal gewährleisten, am Otto Wagner Spital brüchig sind, hat sich auch bei der Befragung der ärztlichen Direktorin am Otto Wagner Spital, Dr. Marion Kalousek, einmal mehr bestätigt", stellt ÖVP Wien LAbg. Ingrid Korosec im Rahmen der heutigen Untersuchungskommission Psychiatrie fest. Besonders im Personalbereich sei ein Verbesserungsbedarf evident, werde jedoch vom Führungsteam nach wie vor nicht ernst genug genommen.

"Obwohl Zeugenaussagen, Personalstudien und Protokolle auf Führungsebene am OWS personelle Engpässe mit gefährlichen Auswirkungen für PatientInnen und Personal belegen, wurden Hilfeschreie seitens ÄrztInnen und Pflegepersonal erst viel zu spät gehört und wichtige Maßnahmen nur zögerlich oder gar nicht umgesetzt", kritisiert die Gemeindrätin. "Die Zeugin Dr. Kalousek hat im Zuge der heutigen Sitzung bestätigt, dass es trotz der seitens der Stadtregierung vielfach kommunizierten Dienstpostenaufstockung, heute weniger Fachärzte am OWS gibt als im Jahr 2006", betont Korosec.

Forderung nach Psychiatrischer Überwachungsstation bis heute ungehört

Einen besonderen Problembereich stellt auch die internistische Notfallversorgung sedierter Psychiatrie-PatientInnen dar. Dies bestätigte auch die ärztliche Direktorin Dr. Kalousek.

"Wie bereits der Zeuge der letzten Sitzung, Oberarzt Dr. Meisermann, aussagte, wurde der bereits 2003 geäußerten Forderung nach einer Psychiatrischen Überwachungsstation bis heute nicht Rechnung getragen und MitarbeiterInnen in Akutsituationen alleine gelassen", zeigt sich LAbg. Bernhard Dworak empört. Stattdessen würde verstärkt Druck auf Internisten wie Dr. Meisermann ausgeübt, psychiatrische Überwachungen vorzunehmen, ohne ihm und seinen KollegInnen die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

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