Grüne Wien/U-Kommission Psychiatrie: Brandmelder können kein Personal ersetzen

Wien (OTS) - Schwere Betreuungsmängel im Otto Wagner Spital ortet die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz, nach der Befragung der Pflegedirektorin des OWS, Angela Schütz, in der heutigen Sitzung der Untersuchungskommission. Die Befragung zeigte, dass der Pflegedirektorin nicht bekannt ist, dass sämtliche ExpertInnen sich einig sind, dass für mechanisch fixierte und sedierte PatientInnen aus Sicherheitsgründen eine 1:1 Betreuung (1 Patient : 1 BetreuerIn) oder zumindest eine Videoüberwachung zu einer state-of-the-art-Versorgung gehört. "Dass dieser Standard bis heute im Otto Wagner Spital nicht verwirklicht ist, zeigt große Mängel in der Betreuung", so Pilz. "Es ist empörend, dass sich die Pflegedirektorin auch in der heutigen Sitzung der Pychiatriekommission von ihrer Aussage 'wer im Heuhaufen sitzt, soll nicht mit dem Feuer spielen, sonst könnte er in Rauch aufgehen", nicht distanziert".

Mit Unverständnis reagiert Pilz auch auf die Tatsache, dass nach den schweren Brandunfällen in den Jahren 2003 und 2005 das Otto Wagner Spital nur mit mehr Brandmeldern, nicht aber mit mehr pflegerischem und ärztlichem Personal ausgestattet wurde. "Gerade aus der heutigen Zeugeneinvernahme ist ersichtlich, wie wichtig die öffentliche Debatte zum Otto Wagner Spital ist. Nur dadurch können längst überfällige Entwicklungen vorangetrieben werden. Die derzeitige Führung ist offenbar nicht in der Lage, dies zu bewerkstelligen", so Pilz abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, Mobil: 0664 22 17 262
presse.wien@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0001