Brandsteidl, Vettermann: SPÖ steht für moderne und gerechte Bildungspolitik!

Diskussion "Das Tor der Zukunft" im Roten Bogen

Wien (SPW) - "Ziel sozialdemokratischer Bildungspolitik war, ist
und bleibt, Menschen durch Bildung zu höheren Lebenschancen und Mündigkeit zu verhelfen!", bekräftigte die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl am Donnerstagabend in einer Diskussion mit SPÖ-Wien-Bildungssprecher Heinz Vettermann zum Thema Bildungspolitik. Unter dem Titel "Das Tor der Zukunft" wurde im Roten Bogen gemeinsam mit dem Publikum diskutiert, was Schule zu Beginn des 21. Jahrhunderts leisten muss und welche Herausforderungen dabei zu bewältigen sind. Die Einführung der "Wiener Mittelschule" sei jedenfalls ein wichtiger Schritt in Richtung eines zukunftsgerechten Bildungssystems, waren sich Brandsteidl und Vettermann einig.****

Der Titel "Das Tor der Zukunft" wurde nicht zufällig gewählt: 91 Jahre nach Erscheinen der gleichnamigen Schrift von Otto Glöckel ist das Kernstück des Programms, die gemeinsame Schule der 10- bis 14-jährigen noch immer einer der großen Konfliktpunkte zwischen Sozialdemokratie und Konservativen. "Otto Glöckel ist nicht nur eine historische Persönlichkeit, sondern wirkt mit seinen bildungspolitischen Vorstellungen und politischen Zielen bis heute fort", betonte Brandsteidl. Die von ihm eingeführten Begriffe der "inneren und äußeren Differenzierung" seien gerade auch in der aktuellen bildungspolitischen Debatte die entscheidenden Markpfeiler, erklärte die Stadtschulratspräsidentin und fügte hinzu: "Mit der 'Wiener Mittelschule' wird diesem Anspruch, der tiefen inneren Differenzierung bei gleichzeitigem Verzicht auf eine zu frühe Selektion der Kinder Rechnung getragen." Die frühe Selektion mit zehn Jahren bedeute nämlich einzig und allein soziale Trennung, so Brandsteidl, die tatsächlichen Bildungspotenziale der Kinder würden nicht berücksichtigt. "Frühe Selektion im Bildungswesen schreibt soziale Ungerechtigkeit fort - es festigt eine gesellschaftliche Trennung in arm und reich, oben und unten. Als SozialdemokratInnen lehnen wir das ab!"

"Die bildungspolitische Diskussion ist viel zu häufig eine reine Elitendiskussion, die von jenen getragen wird, die oft bereits seit Generationen höhere Bildung und gesellschaftlichen Aufstieg erlebt haben. Viel mehr als bisher gilt es, auch jene zu Wort kommen zu lassen, die benachteiligt sind", forderte Brandsteidl. Die Frage solle nicht lauten ob jene, die bereits höhere Bildung genossen haben, bereit sind, die soziale Exklusivität höherer Bildung aufzugeben, sondern wie Wege gefunden werden können, um strukturell benachteiligten Menschen eine höhere Qualifizierung zu ermöglichen. Vettermann betonte im Hinblick auf die Nationalratswahl: "Die vergangenen eineinhalb Jahre bedeuten den Beginn eines bildungspolitischen Paradigmenwechsels, der unbedingt fortgeführt werden muss. Hierfür braucht es eine Regierung, die gewillt ist, eingeleitete Schulreformen fortzuführen und neue zu starten. Mit anderen Worten: Nur die SPÖ als stärkste Partei kann dafür garantieren, dass Österreichs Schulwesen den Weg in eine moderne und gerechte Bildungszukunft geht." (Schluss)lk

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