ÖVP Wien ad Psychiatrie-Kommission: Kritische Stimmen am OWS von Führungsebene unerwünscht

Pflegedirektorin Angela Schütz bestätigt rigide Aussagen gegenüber Ärzten am Otto Wagner Spital

Wien (VP-Klub) - "Das ist Führungskultur, wie sie nicht sein
soll", empört sich ÖVP Wien LAbg. Ingrid Korosec im Rahmen der heutigen Sitzung der Untersuchungskommission Psychiatrie. Im Zusammenhang mit der Befragung der Zeugin Angela Schütz (Pflegedirektorin am Otto Wagner Spital) traten brisante Informationen über den OWS-internen Umgang mit Kritik zutage. Quintessenz: Versuche der Ärzteschaft, strukturelle Mängel am Otto Wagner Spital transparent zu machen, wurden von der Führungsebene im Keim erstickt und dem medizinischen Personal Konsequenzen angedroht, falls es sich öffentlich über Missstände äußere.

"Die heute bestätigten Aussagen der Pflegedirektorin in internen Sitzungen wie "wer im Heuhaufen sitzt sollte nicht zündeln, weil er dann in Rauch aufgeht", dürfen auch in Anbetracht ihrer historischen Dimension nicht toleriert werden und müssen ans Licht der Öffentlichkeit", betont Korosec.

"Heile Welt" der Pflegedirektorin in der Realität nicht existent

"Die Pflegedirektorin demonstrierte uns im Rahmen ihrer Aussagen eine heile Welt, die am OWS nicht existent ist", erklärt Korosec weiter. MitarbeiterInnen könnten laut Schütz zwar jederzeit zu Gesprächen zu ihr kommen - jedoch augenscheinlich ohne Ergebnis: "Zahlreiche interne Arbeitskreise am Otto Wagner Spital haben in den letzten Jahren wiederholt Defizite aufgezeigt, ohne dass an der Behebung der Missstände ernsthaft gearbeitet wurde. Dies belegen sowohl Zeugenaussagen als auch interne Protokolle", so die Gemeinderätin.

"Wenig überraschend, dass das medizinische Personal angesichts dieser unerträglichen Situation die Flucht ergreift", ist auch LAbg. Bernhard Dworak überzeugt. Im Zeitraum April 2006 bis April 2008 haben laut Aussagen von Zeugen 19 von 43 Fachärzten das Otto Wagner Spital verlassen. "Das Pflegepersonal ist nachweislich von körperlichen Überlastungserscheinungen wie z.B. Burnout betroffen und reagiert mit Langzeit-Krankenständen. Denn tagtäglich unter schwierigsten Bedingungen Höchstleistungen zu vollbringen, ohne Rückendeckung durch das Führungsteam, ist ein Kampf gegen Windmühlen mit fatalen Auswirkungen für die PatientInnen", so Dworak.

ÖVP ad Stadtregierung: Endlich ein Zeichen für mehr Transparenz setzen!

Korosec und Dworak abschließend: "Es ist an der Zeit, dass die SPÖ-Stadtregierung endlich ein Zeichen für mehr Transparenz und Offenheit setzt und sich dafür einsetzt, dass Missstände am Otto Wagner Spital nicht mehr länger unter den Tisch gekehrt werden, sondern man sich aktiv für deren Behebung einsetzt."

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