Constantin Film: "SPÖ-Kinoförderung verzerrt den Wettbewerb der Kinos in Wien"

Wien (OTS) - "Die SPÖ verzerrt durch die einseitige Kinoförderung den Wettbewerb der Kinoanbieter in Wien", kritisiert Christof Papousek, Geschäftsführer der Constantin Film Unternehmensgruppe. Ihn stört, dass SPÖ-Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny das Stadtkino am Schwarzenbergplatz mit 300.000 Euro oder das Gartenbaukino mit rund 400.000 Euro pro Jahr gefördert hat, während die übrigen 30 Wiener Kinos im Schnitt rund 13.000 Euro erhalten haben.

Pikant ist für Papousek, dass das Gartenbau-Kino nicht nur Programmkino spielt, sondern auch Blockbuster wie Batman "The Dark Knight" und damit Kinos Konkurrenz macht, die keine oder kaum Kinoförderung erhalten. Für Papousek ist das eine "missbräuchliche Verwendung von öffentlichen Geldern. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Förderpraxis einer kritischen Begutachtung durch Wettbewerbshüter standhält."

Papousek: "Fachlich kompetente Politiker nötig"

Und der Geschäftsführer der Constantin Film wünscht sich für den Film- und Kinobereich fachlich kompetente Politiker: "Die SPÖ-Gemeinderätin Elisabeth Vitouch war eine hervorragende Moderatorin von Kindersendungen. Sie versteht jedoch als Politikerin offenbar nicht einmal den Unterschied zwischen EU-Filmverwertungsförderung und Kinostandortförderung. Und das sollte doch Voraussetzung für ihren neuen Beruf sein."

In der Vorwoche hatte Vitouch in einer Aussendung im Zusammenhang mit der Kinoförderung angemerkt, dass die Constantin Film 600.000 Euro an Förderungen erhalten habe.

Keine Kinoförderung für Cineplexx

Dazu Papousek: "Für unsere Cineplexx Kinos bekommen wir keine Förderungen in Wien, für unsere traditionellen Kinos wie die Urania oder das Tuchlauben Kino werden wir im Rahmen einer Lex Constantin nochmals diskriminiert, obwohl eine Basisförderung jedem Wiener Kleinkino dann zusteht, wenn Mindestkriterien im Bereich Programmierung erreicht werden. Unsere Kinogruppe ist hier auf zwei Standorte beschränkt, was für mich sachlich nicht nachvollziehbar ist, weil wir in fünf Kinos anspruchsvolle Filme zeigen.

Die zweckgebundene EU-Förderung, die Frau Vitouch angesprochen hat, haben wir nicht als Kinobetreiber, sondern als Filmverleiher im Rahmen der EU-Filmverwertungsförderung für verschiedene europäische, nicht nationale Filme bekommen. Über die ordnungsgemäße Verwendung der Mittel müssen wir in Brüssel Rechenschaft abliefern und können diese Förderungen nicht für beliebige Projekte verwenden, so wie sich das manche Politiker vorstellen. Offenbar ist hier Aufklärung darüber nötig, welche Rolle ein Filmverleih und welche ein Kino in der Filmwirtschaft spielt."

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