Die Verkehrsverbünde Österreichs sorgen sich um die Schüler- und Lehrlingsfreifahrt

Qualität im Leistungsangebot gefährdet

Wien (OTS) - In den späten 1990er Jahren wurde in Österreich die Schüler- und Lehrlingsfreifahrt in die Verkehrsverbünde integriert und in Form eines Verrechnungstarifes mit Wertsicherung maximal in Höhe des Verbraucherpreisindexes gesetzlich verankert (Öffentliches Personennah- und Regionalverkehrsgesetz 1999)

Die Qualität im Leistungsangebot für Schülerbeförderungen droht nun abzusinken bzw. kann nicht entsprechend ausgebaut werden, weil die Wertsicherung der Abgeltung durch den Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) nicht den realen Kostenentwicklungen im Öffentlichen Verkehr entspricht.

Die Wertsicherung der Abgeltungen für 2008 wird 3,7 % betragen. Die Verkehrsunternehmen müssen gleichzeitig Dieselpreissteigerungen bis zu 25 % und Personalkostensteigerungen über dem Verbraucherpreisindex verkraften. Dies bedeutet insbesondere bei Kraftfahrlinienunternehmen einen Kostenanstieg von rund 10 %, womit die Kostenschere weiter aufgeht.

Demgegenüber steht die Schulautonomie mit immer neuen Angeboten, verschiedenen Schlusszeiten, disloziertem Unterricht etc. und daraus resultierenden Forderungen an den Öffentlichen Verkehr, Schulkinder sicher und möglichst ohne Zeitverlust zwischen Wohnort und Schulort zu befördern.

Auf Dauer ist diese Schere nicht zu verkraften. Wenn nichts geschieht, müssen Kurse und Linien im Öffentlichen Verkehr mehr und mehr zurückgenommen werden.

Gerade die Kinder und Jugendlichen dürfen aber vom Verkehrsangebot im ÖV nicht enttäuscht werden, weil sie oft keine Alternativen haben und die Kunden von morgen sind.

Daher fordern die Österreichischen Verkehrsverbünde eine Anpassung der Abgeltung an die realen Kostenentwicklungen!

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Werner Molik
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