Steuerschikanen für MonteurInnen und BauarbeiterInnen beseitigt

Rund 20.000 Unterschriften und positiver Beschluss im Nationalrat

Wien (GMTN/GBH/ÖGB) - Nach einer Unterschriftenaktion der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) und der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und einer Abstimmung in der letzten Sitzung des Nationalrats zur Beseitigung der Steuerschikanen von MonteurInnen und BauarbeiterInnen werden nun steuerliche Schikanen dieser ArbeitnehmerInnen beseitigt. Für Johann Holper, Vorsitzender der GBH, und Erich Foglar, Bundesvorsitzender der GMTN, ist das ein toller Beweis für die Handlungsfähigkeit und Schlagkraft der Gewerkschaften.++++

"BauarbeiterInnen und MonteurInnen sind bei ihrer Arbeit besonderen Belastungen ausgesetzt", sagt Johann Holper. "Dazu kommt, dass die Finanz ihnen das Leben mit bürokratischen Hürden zusätzlich unnötig schwer macht." Die Gewerkschaften haben verlangt, dass die bis 31. Dezember 2009 befristete Montageregelung für Fahrtkosten unbefristet verlängert wird. Auch pauschale Nächtigungsgelder bis zu 15 Euro müssen zeitlich unbefristet steuerfrei bleiben, und die schikanösen Kontrollen bei den Nächtigungen der MonteurInnen und BauarbeiterInnen müssen eingestellt werden. Die Erklärung, tatsächlich genächtigt zu haben, muss reichen. Außerdem müssen die Taggelder wieder zur Gänze steuerfrei werden. Johann Holper und Erich Foglar übergaben Finanzminister Molterer gemeinsam mit Betriebsräten gestern Nachmittag die gesammelten Unterschriften und wiesen auf die dringend nötige Entlastung der Menschen hin.

Schöner Erfolg für Gewerkschaften und BetriebsrätInnen

Bei der letzten Sitzung des Nationalrats vor der Wahl hatten Abgeordnete der SPÖ einen Antrag eingebracht, der die Forderungen der Gewerkschaften aufgegriffen hat. Die Mehrheit der Parlamentsparteien hat sich für das Ende der Steuerschikanen ausgesprochen. GMTN Bundesvorsitzender Erich Foglar dazu: "Noch vor den Wahlen haben die Parteien also erkannt, wie wichtig und nötig diese Verbesserungen sind. Das ist ein schöner Erfolg für die Gewerkschaften und für die betroffenen Berufsgruppen."

ÖGB, 25. September 2008 Nr. 522

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