AK: Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel muss kontrolliert werden

Wien (OTS) - Voraussetzung, dass die Mehrwertsteuersenkung bei Lebensmitteln weitergegeben wird, sind strenge Kontrollen und die Preisbeobachtung durch die KonsumentInnen selbst, sagt die AK. Die heute veröffentlichte Marktanalyse, wonach praktisch bei allen Schwellenpreisen mit einer Aufrundung zu rechnen sei, würde nur dann stimmen, wenn der Handel die Mehrwertsteuersenkung abgestimmt zu seinem Vorteil einsetzen kann. Schwellenpreise, zum Beispiel 0,99 Euro, kann man nicht nur durch Aufrunden, sondern auch durch Abrunden erreichen. Daher muss es strenge Kontrollen geben. Kontrollbehörde ist der Wirtschaftsminister, unterstützt von den Bezirksverwaltungsbehörden.

Richtig ist, dass sich die Preisstruktur im Handel an sogenannten psychologischen Preisen (Eckpreise, Ankerpreise, Schwellenpreise) orientiert. Inwieweit die von Fischer und Partner neue geführte Preisstellung und damit Preisreduktion tatsächlich zum Tragen kommt, hängt von unterschiedlichen Einschätzungen ab. Somit geht ein Szenario beispielsweise davon aus, dass ein Produkt, dass zur Zeit 1,69 Euro kostet, rein rechnerisch nach Senkung der Mehrwertsteuer 1,61 Euro kosten würde. Da dies ein "unattraktiver" Preis sei, geht die Analyse von einem Preis von 1,65 Euro aus. Damit von einer realen Preisreduktion von minus 2,37 Prozent. Genauso könnte aber auch ein Preis von 1,59 Euro gewählt werden und damit eine höhere Preisreduktion, so die AK.

Erfahrungen und Preiskontrollen der AK bei der Euro-Umstellung zeigten, dass die größten Preissünder während der Euro-Einführung die Gastronomie und diverse Dienstleistungsbetriebe waren, die nicht oder nur unzulänglich kontrollierbar waren.

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