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LK Österreich: Bauern brauchen kräftige Aufstockung der Maisintervention

Maisernte 2008: Rekordernte bringt Probleme auf dem EU-Markt

Wien (OTS) - Für die Maisernte 2008 kündigen sich sowohl in Österreich als auch in den Nachbarländern Tschechien, Slowakei und insbesondere Ungarn Rekordmengen an. Allein in Ungarn wird eine Ernte in der Höhe von ca. 9,5 Mio. t Mais erwartet. Im Hinblick darauf ist die Mais-Intervention im Wirtschaftjahr 2008/09 von zentraler Bedeutung. Die Landwirtschaftskammer Österreich fordert daher eine kräftige Aufstockung der Maisintervention.

Maismarkt aktiv entlasten

"Vor dem Hintergrund größerer Lagerbestände an Mais aus der Ernte 2007 und einem großen Angebot an Futtergetreide aus der Ernte 2008 stellt die Einlagerung und Vermarktung von Mais aus der heurigen Ernte eine große Herausforderung dar. Für eine zufriedenstellende logistische Bewältigung der enormen Maismengen sind alle Marktteilnehmer gefordert", fasst Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, die jetzige Situation zusammen. "Aufgrund der heurigen Rekorderntemengen wird eine Ausweitung der derzeitigen Maisinterventionsmenge von 700.000 t auf 7 Mio. t als unbedingt notwendig für eine Entlastung des Maismarktes erachtet. Wir fordern in diesem Zusammenhang auch praxisgerechte Interventionsrichtlinien bei der Maisintervention ein", so Wlodkowski.

Frachtkostenzuschüsse für Binnenmarkt

Die LK Österreich fordert einen raschen Transport der anstehenden Maismengen aus den Überschussregionen in Zuschussregionen des Binnenmarktes (z. B. Spanien, Portugal) und in Drittstaaten. Die Landwirtschaftskammer verlangt hierbei von der Europäischen Kommission die Gewährung von Frachtkostenzuschüssen für Lieferungen aus den Überschussregionen. "Die Höhe der Frachtkostenzuschüsse muss dabei so bemessen sein, dass sie Anreiz zu tatsächlichen Lieferungen bieten", erläutert Wlodkowski.

Hohe Kosten, Druck auf Preise

"Unsere Landwirte haben im Rahmen der Maisernte mit hohen Energie-und Trocknungskosten auf der einen und sinkenden Maispreisen auf der anderen Seite zu kämpfen. Darüber hinaus sind nach den bisherigen Steigerungen bei den Düngemittelpreisen auch für das Jahr 2009 starke Preisanstiege, und somit zusätzliche Betriebsausgaben für die Landwirte zu befürchten. Außerdem bereiten den Bauern und den Übernehmern die knappen Trockner- und Lagerkapazitäten große Sorgen. Daher plädiert die LK Österreich an die Verarbeitungsindustrie, verstärkt heimischen Mais in den Mischungen einzusetzen, um Teile der geernteten Maismengen möglichst rasch zu verwerten", so Wlodkowski, der sich mit Vehemenz für eine Aufstockung der Maisinterventionsmenge einsetzt, um den Mengendruck und den daraus resultierenden Preisdruck zu mindern.
(Schluss)

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