Feuerwehr: Fliegerbombe verursachte "Erdbeben"

Wien (OTS) - Seltsam bis geheimnisvoll entwickelte sich die Hintergrundgeschichte einer in Liesing weithin verspürbaren Erschütterung in der Nacht von Freitag auf Samstag. Was gegen 20.40 Uhr im ersten Moment von vielen Anrainern rund um die Meischlgasse 38 als Erdbeben wahrgenommen wurde, stellte sich bei erstem Tageslicht als detonierte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg heraus. Laut Auskunft von Oberstleutnant Robert Klug von der Kriminaldirektion 1 (KD1) riss die Bombe einen Krater von 14 Metern Durchmesser und um die 3,5 Meter Tiefe. Warum der vermutete 500 Kilo-Sprengkörper gerade Freitag Abend losgegangen ist, bleibt bislang unklar.

Laut Klug "hat Wien aber großes Glück gehabt", weil die Bombe, die unter einer Gärtnerei lag, keine Hausschäden und vor allem keine Personenschäden hervorgerufen hat. In der Nacht kontrollierte die Feuerwehr großflächig das Gebiet nach Ursache für das "Erdbeben", konnte jedoch nichts finden. Laut Entminungsdienst dürfte die Bombe, die mit einem Säurezünder ausgestattet gewesen sein dürfte, sehr tief in der Erde gelegen sein. Weitere Bomben im nahen Umfeld dürfte es nicht geben, weil diese wohl durch die Detonation ebenfalls aktiviert geworden wären. Laut Klug, der sich dabei auf Aussagen des Entminungsdienst stützt, sind solche mysteriösen Spätzündungen bislang in Österreich nur vier bis fünf Mal vorgekommen. Die Erschütterung in Liesing wurde auch von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg) registriert.

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