Mehr als 800 Besucher bei AKNÖ-Jubiläum in Gänserndorf

AKNÖ-Haneder: "Starkes Bekenntnis zu starker Arbeiterkammer"

Wien (OTS) - +++ ACHTUNG: BITTE SPERRFRIST BIS HEUTE, FREITAG, 19. SEPTEMBER 2008, 17.00 UHR BEACHTEN! +++

Der Gänserndorfer Stadtsaal ist Freitagabend ausgebucht gewesen. Mehr als 800 Menschen feierten mit der niederösterreichischen Arbeiterkammer den 60. Geburtstag der Institution. AKNÖ-Vizepräsident Hermann Haneder sieht in dem Andrang "ein starkes Bekenntnis zu einer starken Arbeiterkammer". Auch die AKNÖ-Vizepräsidenten Franz Hemm und Markus Wieser haben festgehalten, dass die AK gerade jetzt wichtiger denn je sei.

"Danke, dass Ihr so zahlreich gekommen seid", wandte sich der Vizepräsident der niederösterreichischen Arbeiterkammer an die mehr als 800 Besucherinnen und Besucher. Er vertrat den erkrankten Präsidenten Josef Staudinger. "Das große Interesse zeigt, dass eine starke Arbeiterkammer den Menschen wichtig ist. Es tut gut, diesen ungebrochenen Rückhalt in diesen schwierigen Tagen zu sehen", spielte er auf die aktuelle Lage der Arbeiterkammer an. Im Nationalrat liegt ein Fristsetzungsantrag, der vorsieht, dass die AK-Umlage gesenkt wird. Für die AKNÖ würde das einen Verlust von sieben Millionen Euro jährlich bedeuten. "Das große Interesse an dieser Feier bestätigt, dass wir das Geld nicht sinnlos ausgegeben haben sondern es für Euch eingesetzt haben. Wird die Umlage überfallsartig gesenkt, werden wir das nicht mehr in diesem Ausmaß tun können - und das würde den Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schaden", warnte Haneder.

60 Jahre Richtung Zukunft - ein programmatischer Titel "60 Jahre Richtung Zukunft" heißt die Veranstaltungsreihe der AKNÖ, bei der die Kammer ihre Mitglieder in jedem Landesviertel zum Feiern einlädt. " Seit 60 Jahren arbeiten wir für die ArbeitnehmerInnen in Niederösterreich, kämpfen wir für mehr Rechte am Arbeitsplatz, in der Lehrstelle, als Konsument, für mehr Rechte für Frauen. Wenn das nicht Zukunft ist, was dann?", fragte Haneder in seiner Rede.

Er verwies auf die Fortschritte, die AKNÖ und ÖGB erzielten: Bessere Rechte für ArbeitnehmerInnen, etwa kürzere Arbeitszeiten, mehr Urlaub und Konsumentenrechte: "Dennoch: Wir fragen jeden Tag, wie wir das, was wir für unsere Mitglieder erreicht haben, weiter verbessern können. Wir müssen die Stimme für die niederösterreichischen ArbeitnehmerInnen erheben, wenn sie sonst nicht gehört wird. Wir werden uns nicht auf unsere Lorbeeren ausruhen".

Ähnlich äußerte sich auch Vizepräsident Franz Hemm, der betonte, wie wichtig es sei, dass er als Betriebsrat sich auf die Expertise der AK-ExpertInnen verlassen könne und wie die AK täglich den Menschen hilft. Vizepräsident Markus Wieser erklärte, dass die AKNÖ gerade in der Zukunft viel zu tun habe: "Die Diskussion um die Studiengebühren darf ja nicht den Blick darauf verstellen, dass wir in Ausbildungsfragen mehr tun müssen, gerade in der Lehrausbildung habe die Regierung doch einiges beschlossen, was die Sozialpartner jetzt auch umsetzen müssen. Da kommt viel Arbeit auf die NÖ Arbeiterkammer zu, damit die jungen Menschen mehr Chancen beim Berufseinstieg haben."

Größte Interessensvertretung in Niederösterreich Die nö. Arbeiterkammer ist mit 450.000 Mitgliedern die mit Abstand größte Interessensvertretung in NÖ und die jüngste der österreichischen Arbeiterkammern. Sie war bis 6. Oktober 1948 Teil der Wiener AK und wurde eigenständig, um den Bedürfnissen der ArbeitnehmerInnen im kleinstrukturierteren Niederösterreich gerecht zu werden. Abschluss der Regionalfeiern ist am 26.9. in Oberwaltersdorf.

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