Europaweiter Vergleich der Spritpreise: Österreich liegt deutlich unterm EU Durchschnitt

Capek: "Trotz aller Unkenrufe der Autofahrerorganisationen fahren die Österreicher günstiger als viele EU Bürger"

Wien (OTS) - Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
in einer heutigen Aussendung veröffentlicht, liegen die Treibstoffpreise brutto in Österreich um 12,7 Cent und Diesel um 5,1 Cent pro Liter tiefer als im EU-Schnitt. Dieser Vergleich ist entscheidend, da er die Pumpenpreise an der Tankstelle umfasst, die die Autofahrer inkl. aller Steuern zahlen.

Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit veröffentlichte Treibstoffpreis-Monitor der Europäischen Kommission, bei dem die Treibstoffpreise vom 15.09.2008 europaweit verglichen wurden, zeigt dass man in Österreich günstiger tankt, als in vielen EU Staaten.

Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie: "Nicht nur in den Nachbarländern Italien und Deutschland tanken die Autofahrer teurer als in Österreich. Wöchentliche EU-weite Preisvergleiche bescheinigen dem österreichischen Markt derzeit Pumpenpreise, die bei Benzin in der Regel um 10 bis 14 Cent und bei Diesel um 3 bis 5 Cent unter dem EU-Durchschnitt liegen. Ein Beweis für die niedrigeren österreichischen Treibstoffpreise stellen die überfüllten Tankstellen in den Grenzregionen dar. Tanktouristen sorgen dort regelmäßig für lange Warteschlangen an den österreichischen Zapfsäulen."

Rund die Hälfte des Treibstoffpreises gehen an den Fiskus
Bei der Preisgestaltung an den Zapfsäulen haben die Mineralölfirmen nur einen sehr geringen Gestaltungsspielraum. Der bei Benzin und Diesel gewichtete Anteil an öffentlichen Abgaben (USt., MÖSt.) beträgt derzeit 47 %, der an den Staat abgeliefert werden muss.

Der zweitwichtigste Faktor ist der auf den Produktenbörsen weltweit vorgegebene Preis für Fertigprodukte, in Europa vorwiegend der Rotterdamer Markt, wo täglich die aktuelle Angebots- und Nachfrageentwicklung den Preis für alle Marktteilnehmer bestimmt. Der Produkt-Faktor macht etwa 44% aus und umfasst unter anderem den Rohölpreis, der an die Förderländer zu zahlen ist, Transportkosten, Raffineriemargen und Raffinerieverarbeitungskosten, Pflichtnotstandsreserve und Lagerkosten.

Über den FVMI

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

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