Schüssel: "Klimt-Villa wird in Zukunft pädagogische Arbeit und Kunst verbinden"

Klimt-Villa in Hietzing erhält neue Nutzung - Letztes Atelier von Gustav Klimt vor Abriss gerettet

Wien (ÖVP-PK) - Zum Baustellenfest anlässlich des Starts der Renovierungsarbeiten im letzten Atelier von Gustav Klimt lud heute, Freitag, die Bezirksvorstehung Hietzing. Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten die Projektanten in Anwesenheit von ÖVP-Klubobmann Dr. Wolfgang Schüssel die Bautätigkeiten sowie die zukünftige Nutzung der Klimt-Villa. ****

Auf dem Gelände der Klimt-Villa in Hietzing, Feldmühlgasse 13, wird in den nächsten Monaten eine neue Heimstätte für das Kuratorium für künstlerische und heilende Pädagogik errichtet. Für den Verein, der bisher im 7. Bezirk über 40 behinderte Menschen betreut, werden die bestehenden zwei Flachbauten neben der Klimt-Villa zu zeitgemäßen Betreuungseinrichtungen adaptiert, ohne gravierende bauliche Veränderungen durchzuführen.

Der mit der Baudurchführung beauftragte Architekt, Eduard Neversal, betonte bei der Präsentation des Projekts, dass an der insgesamt mit 850m2 umfassenden Nutzfläche neue Bewegungsräume und Werk- und Lernräume entstehen werden und die Klimt-Villa im Bestand kaum verändert wird. "Die Klimt-Villa wird rundum erneuert. Zusätzlich wollen wir den Dachboden so sanieren, dass auch dort zusätzliche Räume untergebracht werden können", so Neversal.

Die zukünftige Direktorin der pädagogischen Einrichtung, Dr. Elisabeth Rössel-Majdan vom Comenius Institut, bedankte sich in ihren Ausführungen für die besondere Unterstützung beim Bezirksvorsteher von Hietzing, Heinz Gerstbach, der bei der Umsetzung von Beginn an mit voller Kraft hinter der Idee gestanden ist. "Unsere Einrichtung stand aufgrund des Platzmangels in unseren ursprünglichen Räumlichkeiten vor dem Aus. In Hietzing wurden uns alle Möglichkeiten geöffnet, und wir haben nach zahlreichen Projektbesichtigungen das ungenützte Klimt-Areal als idealen Standort entdeckt", so die Direktorin, die sich besonders bei Dr. Wolfgang Schüssel für die Unterstützung bedankte.

Wolfgang Schüssel, der nur wenige Gehminuten von der Klimt-Villa entfernt wohnt, sagte bei der Präsentation, wie wichtig es sei, alternative Schuleinrichtungen wie Waldorf oder das Comenius Institut staatlich zu unterstützen. "Jahrzehntelang wurden vom Bund nur die öffentlichen und konfessionellen Schuleinrichtungen unterstützt. Ich bin sehr froh darüber, dass dies unter Elisabeth Geher geändert wurde und heute auch die Personalkosten für alternative Schuleinrichtungen vom Bund übernommen werden", sagte Schüssel.

Ziel war es, so Schüssel, die Klimt-Villa vor dem Verkauf oder dem Abriss zu retten. Mit dem jetzigen Projekt werde pädagogische Ausbildung und Kunst an einem besonderen Ort verbunden. "Wenn man gute Ideen hat, stößt man in ‚Hietzing immer auf offene Ohren", betonte Schüssel abschließend.
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