Behinderung wird zur Überlebensfrage

Wien (OTS) - 45 Millionen behinderte Kinder leben in den Armutsgebieten unserer Erde - bedroht an Leib und Leben. Nur 10% dieser Kinder haben Zugang zu medizinischer Betreuung, die Lebenserwartung ist dramatisch niedrig. Jede zweite Behinderung wäre vermeidbar. ,Licht für die Welt’ zum Weltkindertag 2008

"Behinderte Kinder in Entwicklungsländern können sich im Alltag nicht selbständig versorgen, weil sie oft nicht einmal die Chance bekommen, sitzen, stehen oder essen zu lernen. Ihnen ist damit eine menschenwürdige Zukunft verwehrt, die Lebenserwartung ist dramatisch niedrig", macht Mag. Rupert Roniger, Geschäftsführer von ,Licht für die Welt’, auf das Schicksal von behinderten Kindern in der Dritten Welt aufmerksam. "Dabei wäre jede zweite Behinderung vermeidbar, und genau da setzt die Hilfe von ,Licht für die Welt’ an."

Am 23. April 2008 startete die Fachorganisation das erste österreichische Patenschaftsprogramm für behinderte Kinder in Afrika. Monatlich 25 Euro ermöglichen die medizinische und rehabilitative Förderung eines behinderten Kindes in Burkina Faso oder Äthiopien. "Zu Beginn des Programmes haben wir uns ein ehrgeiziges Ziel gesetzt:
Bis zum Internationalen Weltkindertag am 20. September 100 Patinnen und Paten zu finden. Wir dürfen uns über weit mehr, nämlich über 246 neue Kinderpatenschaften freuen und können so auch unsere Hilfe ausweiten", kündigt Roniger an.

Eine Patenschaft kommt aber nicht nur dem Kind, sondern auch seiner Familie und der ganzen Dorfgemeinschaft zugute: Das Kind wird gefördert, die Familie entlastet und die Dorfgemeinschaft über Ursachen von Behinderungen aufgeklärt. Dies passiert in Programmen der Gemeindenahen Rehabilitation, in deren Rahmen einheimische Mitarbeiter Familien mit behinderten Kindern besuchen. Eines des seit Jahresbeginn von ,Licht für die Welt’ unterstützten Hilfsprojektes in Äthiopien ist das Gemeindenahe Rehabilitationsprogramm des Arba Minch Rehabilitation Center (AMRC). Derzeit werden in der Region mehr als 140 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen erreicht, mit der Hilfe der österreichischen Paten werden es in naher Zukunft schon wesentlich mehr sein.

Erico Zeyen, ehrenamtliches Vorstandsmitglied von ,Licht für die Welt’, besuchte ein Sozialprojekt zugunsten behinderter Kinder in San Ignacio/Bolivien und zeigt sich insbesondere von der Nachhaltigkeit der Hilfe beeindruckt: "Dieses Projekt ist über Jahrzehnte mit den besonderen Bedürfnissen behinderter Kinder gewachsen. 280 Kindern und Jugendlichen im Einzugsgebiet von San Ignacio kommt die Unterstützung zugute, die von orthopädischen Operationen und Physiotherapie bis hin zur Schulausbildung und Schaffung von Arbeitsplätzen reicht."

Chris Lohner, seit vielen Jahren ehrenamtlicher Good Will Ambassador für ,Licht für die Welt’, weiß von ihren zahllosen Hilfseinsätzen in Entwicklungsländern um die dramatische Situation behinderter Kinder: "Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie manche Eltern aus Aberglauben und Scham, dass womöglich ein Fluch auf der Familie liegt, ihr behindertes Kind vor anderen verstecken und es daher ein menschenunwürdiges Dasein fristet. Ich habe sehr oft erlebt, wie ,Licht für die Welt’ behinderten Kindern hilft. Wir in den industrialisierten Ländern haben eine moralische Verpflichtung, den ärmsten Kindern der Welt beizustehen. Denn die Kinder von heute sind die Erwachsenen von morgen. Geben wir ihnen eine Chance!"

Kammerschauspieler Fritz Muliar ist einer der prominenten Unterstützer des neuen Kinderpatenschaftsprogrammes der österreichischen Fachorganisation: "Ich unterstütze seit Jahren aus voller Überzeugung und mit gutem Gewissen die Arbeit von ,Licht für die Welt’. Und ich freue mich, mit einer Patenschaft einem behinderten Kind in Afrika helfen zu können, den Weg in ein selbständiges Leben zu finden."

Mit EUR 25 pro Monat fördern Sie ein behindertes Kind in Afrika. Spendenkonto: PSK 92.011.650 (BLZ 60.000)
www.kinderpate.at

Hintergrund:

,Licht für die Welt’ - Christoffel Entwicklungszusammenarbeit ist eine international tätige österreichische Fachorganisation, die sich für augenkranke, blinde und anders behinderte Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde einsetzt. In Hilfsprojekten von ,Licht für die Welt’ werden Kinder mit Behinderungen entsprechend ihrer Möglichkeiten gefördert, durch Physiotherapie, Mobilitätstraining und das Erlernen lebenspraktischer Fertigkeiten.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Florian Schindegger
Pressereferent 'Licht für die Welt'
1120 Wien, Niederhofstraße 26
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Tel.: 0676 / 453 05 03
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