AMS Wien zahlt 40 Mio. Euro pro Jahr für Auffangnetz

Lehrstellensituation hat sich leicht verbessert

Wien (OTS) - Auf dem Lehrlingssektor klaffen Stellenangebot und Nachfrage seitens der Jugendlichen noch immer stark auseinander. Um dies zu mildern, finanziert das Arbeitsmarktservice Wien mit jährlich rund 40 Mio. Euro eine hohe Zahl an Lehrplätzen und ermöglicht damit eine vollwertige Berufsausbildung.

"In Wien hat das Arbeitsmarktservice in den vergangenen Jahren regelmäßig mehr als 4.000 Ausbildungsplätze für Lehrlinge finanziert", erklärte Inge Friehs, Vize-Chefin des AMS Wien, heute Freitag, anlässlich der Eröffnung der neuen Bfi Wien-Werkstatt Göllnergasse. "Im Ausbildungsjahr 2007/2008 waren es 4.300 Stellen, heuer werden es aufgrund der günstigeren Arbeitsmarktlage etwa 3.500 sein."

Die Möglichkeit, eine Lehrausbildung über das AMS Wien zu machen, existiert seit zehn Jahren. Die Kosten hierfür liegen derzeit bei mehr als 40 Mio. Euro pro Jahr. Das Bfi Wien als Auftragnehmer des AMS Wien bildet traditionell einen großen Teil der Jugendlichen aus und stellte im Vorjahr knapp ein Viertel aller Plätze.
Trotzdem verzeichnet Wien seit einigen Jahren eine konstant hohe Lehrstellenlücke von durchschnittlich 1.200 bis 1.300 Lehrplätzen. Im Vorjahr betrug diese Lücke 1.277 Stellen, was um 64 weniger war als 2006. "In den vergangenen Jahren hat sich die Situation der Arbeit suchenden Jugendlichen etwas entspannt", kann Friehs vorsichtig entwarnen: Im Jahresdurchschnitt 2007 waren 9.400 Personen bis 25 Jahre arbeitslos gemeldet - um knapp 400 weniger als ein Jahr davor, wobei auch der Schulungsbestand gesunken ist. Ende August 2008 waren in dieser Gruppe 8.933 Personen arbeitslos gemeldet, um 36 weniger als ein Jahr davor.

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