AKNÖ: US-Bankenpleite macht Risiken der privaten Vorsorge deutlich

Staatliches Pensionssystem muss sicher vor Kürzungen bleiben

Wien (AKNÖ) - Versicherer und Pensionskassen sind von der Lehman-Pleite betroffen. "Die Bankenpleite führt den Menschen vor Augen, wie sehr ihre private Vorsorge vom Kapitalmarkt abhängig ist. Und wie sicher das staatliche Pensionssystem ist. Umso wichtiger ist es, dass dieses keinen Kürzungen unterworfen wird", sagt AKNÖ-Vizepräsident Hermann Haneder.

Etwa 90 Prozent der Pensionsleistungen werden derzeit vom Staat geleistet. Die aktiven ArbeitnehmerInnen finanzieren durch ihre Beiträge die Pensionen. "Dieses Umlageverfahren funktioniert seit nahezu hundert Jahren und ist kapitalmarktimmun, das ist sein großer Vorteil", sagt AKNÖ-Vizepräsident Haneder. Doch 81 Prozent der ÖsterreicherInnen halten private Vorsorge als dritte Säule der Altersvorsorge für wichtig. Allerdings geraten viele Menschen -schlecht beraten - an falsche Produkte. "Jede zweite Lebensversicherung wird vorzeitig gekündigt und das mit Verlust", sagt AKNÖ-Finanzexperte Neubauer. Die zweite Säule der Altersvorsorge, die betriebliche Vorsorge, steckt in Österreich zwar noch in den Kinderschuhen, ist aber aufgrund von gesetzlichen Änderungen ebenfalls zu stark vom Kapitalmarkt abhängig. "Ohne staatliche Mindestverzinsungsregelung werden die Pensionen immer kürzer ausfallen. Die mageren Performances der Pensionskassen im Zusammenhang mit den unrealistisch hohen Rechnungszinsen sprechen hier eine deutliche Sprache", sagt Neubauer.
"Das einzige System, auf das Verlass ist, ist das staatliche Pensionssystem. Umso wichtiger ist es, die Sicherheit dieses System zu erhalten und nicht durch weitere Pensionskürzungsmaschinerien zu gefährden. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen nicht gezwungen werden, auf private Produkte ausweichen zu müssen, die sie sich nicht leisten können und deren Ertrag unsicher ist", erklärt AKNÖ-Vizepräsident Hermann Haneder.

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