Städtebund: Mehr Augenmerk dem Öffentlichen Verkehr

Autofreier Tag 2008: Anreiz zum Umstieg auf Öffentliche Verkehrsmittel muss attraktiver werden

Wien (OTS) - "Die Öffentlichen Verkehrsmittel müssen attraktiver für die Bevölkerung werden. Wir brauchen eine höhere Qualität bzw. höheren Komfort der Fahrzeuge; eine höhere Verdichtung, Erweiterung und Vernetzung der Verbindungen - auch mit dem regionalen Öffentlichen Verkehr - und eine Zugangserleichterung durch Tarifgemeinschaften und kundenfreundliche Preispolitik. Denn Städtischer Verkehr entsteht auch im Umland und in den angrenzenden Regionen", erklärt Städtebund-Generalsekretär Dr. Thomas Weninger anlässlich des am Montag (22.9.2008) stattfindenden Autofreien Tages.

Bund und Länder müssen sich an Kosten beteiligen

Der Österreichische Städtebund wiederholt seine Forderung nach Mitfinanzierung des städtischen Öffentlichen Verkehrs durch Bund, Land und Umlandgemeinden und verlangt die Finanzierungsverantwortung des Bundes für überregionalen, regionalen und städtischen Verkehr weiterhin in einem Gesetz festzuschreiben.

Der mobile Individualverkehr muss schon an den Zubringerästen des Öffentlichen Verkehrs (ÖV) gestoppt und die Pendler zum Umsteigen auf den Öffentlichen Verkehr bewegt werden. Diese ÖV-Zubringeräste (beispielsweise S-Bahnsysteme, Regionalbahnen) müssen mit dem städtischen ÖV-Netz verbunden werden (d.h. mehrere Stationen im Stadtgebiet). Darüber hinaus fordert der Österreichische Städtebund steuerliche Anreize für klimaschonende Mobilität, insbesondere von Pendlerinnen und Pendler auf den Wegen von/zur Arbeit und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Dienstreisen.

"Sofern der Bund seinem Anspruch gerecht werden möchte, seine Aufgaben in den Bereichen Klimaschutz und Verkehrsinfrastruktur ernsthaft wahrzunehmen, sind eine langfristige Mittelsicherheit und regionale ÖV-Lösungen, statt Förderung des mobilen Individualverkehrs notwendig. Daher müssen Österreichs Städte und Gemeinden bei Verhandlungen zum Öffentlichen Verkehr als Partner an den Tisch geholt werden, statt sie wie bisher an die Länder zu verweisen", so Weninger abschließend.

Der Österreichische Städtebund ist die kommunale Interessenvertretung von 250 Städten und größeren Gemeinden. (Schluss) wei

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