Gesundheit und Jugendliche - geht das zusammen?

Wie kann man gesundheitliche Themen Jugendlichen näher bringen

Salzburg (OTS) - Um die Gesundheit der Jugendlichen ist es nicht
zum Besten bestellt: nur mehr 40% der 15-Jährigen Burschen und 24 % der gleichaltrigen Mädchen stuften Ihren Gesundheitszustand 2006 als "ausgezeichnet" ein, 1990 waren es noch 49 bzw. 37%. Die Fakten erhärten diese Wahrnehmung, schon ein Fünftel der 6- bis 14-jährigen ist übergewichtig bzw. adipös. Für die Gesundheitsförderung ist diese Entwicklung ein Handlungsauftrag und eine große Herausforderung. Viele junge Menschen stehen der Welt der Erwachsenen mit Skepsis gegenüber. Gesundheit, wie sie von Erwachsenen thematisiert wird, bleibt für Jugendliche meist sehr abstrakt und rangiert auf der jugendlichen Werteskala nicht sehr weit oben. "Wir müssen die Themen so aufbereiten, dass Jugendliche in ihrem alltäglichen Leben etwas damit anfangen können. Nur so werden wir mit unseren Argumenten Gehör finden." betonte Mag. Christoph Hörhan, der Leiter des Fonds Gesundes Österreich, deshalb bei der heutigen Eröffnung der Tagung "Gesundheitsförderung trifft Jugendarbeit" in Salzburg.

Jugendarbeit und Gesundheitsförderung ziehen an einem Strang

Die Jugendarbeit setzt sich seit Jahrzehnten erfolgreich für die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen ein, wobei personale und soziale Kompetenzen im Mittelpunkt stehen. Die Gesundheitsförderung kann von den dabei gesammelten Erfahrungen und Kenntnissen sehr profitieren, um gesundheitliche Themen Jugendlichen näher zu bringen und deren gesundheitliche Kompetenzen zu stärken. Daran geknüpft ist die Hoffnung, dass die in der Kindheit und Jugend erworbenen Gesundheitskompetenzen auch als Erwachsener positiv weiterwirken. Im Gegenzug kann die Jugendarbeit vom Know-how der Gesundheitsförderung profitieren, wie Projekte nachhaltig verankert werden. Die Tagung "Gesundheitsförderung trifft Jugendarbeit" bringt diese beiden Fachdisziplinen heute in Salzburg zu einem Wissensaustausch zusammen.

Schlüsselfaktoren zur erfolgreichen Kommunikation mit Jugendlichen

Trotz unterschiedlicher Jugendkulturen ließen sich aus den Erfahrungen der Jugendarbeit folgende allgemein gültigen Schlüsselfaktoren ableiten:

  • Die Argumente müssen für Jugendliche relevant sein - nicht für die um die Gesundheitsförderung bemühten Erwachsenen.
  • Jugendkulturen sind emotionale Kulturen, es gilt: nicht nur argumentieren, sondern auch zeigen, emotionalisieren und verführen.
  • Die Kommunikation soll danach ausgerichtet werden, welche Regeln und Codes in den unterschiedlichen Jugendszenen gelten, jedoch
  • nicht krampfhaft einen jugendlichen Jargon verwenden.
  • Die Zielgruppe der Jugendlichen in die Entwicklung der Kommunikationsmaßnahmen von Anfang an mit einbinden.
  • Der erhobene Zeigefinger kommt nicht an, es ist wichtig, auf "gleicher Augenhöhe" mit der Zielgruppe stehen. Wichtig sei, Internet und SMS als Leitmedien der Jugend zu nutzen, so Hörhan abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Markus Mikl, Leiter Kommunikation
Gesundheit Österreich GmbH
Geschäftsbereich Fonds Gesundes Österreich
Tel.: 01 895 04 00-16
markus.mikl@fgoe.org
www.fgoe.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FOG0001