CSI: Massive Ausschreitungen gegen ChristInnen in Indien

Indische Botschaft verweigert Annahme der Petitionen von CSI Österreich

Wien (OTS) - Die Annahme einer Petitionsliste mit mehr als hundert Unterschriften sowie ein Gesuch von Christian Solidarity International (CSI) Österreich für den Schutz der ChristInnen in Orissa hat die indische Botschaft abgelehnt. Am Montag, 15. September, hatte die Botschaft drei Vertreter von CSI Österreich zu einem Gespräch über die Ausschreitungen gegen ChristInnen in Orissa empfangen. "Dabei haben sich unsere Erwartungen und Hoffnungen in Bezug auf eine Unterstützung und Kooperation seitens der indischen Botschaft nicht erfüllt", sagt Michael Link von CSI Österreich. Ausländischer Einfluss in die inneren Angelegenheiten Indiens sei mit dem Hinweis, dass Österreich im letzten UNO-Menschenrechtsbericht negativ erwähnt wurde, zurückgewiesen worden, die Berichte über die Gräueltaten in Orissa in westlichen Medien wären zudem stark übertrieben.

Schon mehr als drei Wochen dauern die Ausschreitungen radikaler Hindus gegen ChristInnen im indischen Bundesstaat Orissa an. Mittlerweile haben sich die Übergriffe auch auf die Bundesstaaten Karnataka, Kerala, Madhya Pradesh, Uttar Pradesh and Jharkhand ausgeweitet.

Die Gewalttaten haben bereits mehr als hundert Tote und unzählige Verletzte gefordert. "Innerhalb von nur drei Wochen hat es ein Mob von mehreren tausend Hindus geschafft, mehr als 50.000 Christen zu vertreiben. Tausende Häuser sind angezündet und hunderte Kirchen zerstört worden", heißt es in einer Aussendung von CSI Österreich. Berichten zufolge hätten die Aufrührer eine detaillierte Liste christlicher Einrichtungen und zerstörten diese systematisch. CSI berichtet auch, dass eine 20-jährige Mitarbeiterin eines Waisenhauses vor den Augen der Waisenkinder verbrannt worden sei.

"Diese Zustände sind für eine große, weltoffene Demokratie wie Indien nicht hinnehmbar", heißt es in der Petition von CSI Österreich, die auf www.csi.or.at unterzeichnet werden kann.

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