"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR VON CLAUDIA GRABNER: Mathematische Unkultur

Klagenfurt (OTS) - Dort ein Patzerl. Da ein Patzerl. Nicht Fisch. Nicht Fleisch. Und schon gar kein Wachtelei. Zählt man aber Häppchen und Häppchen zusammen, kommt unterm Strich eine anständige Summe heraus. 25,542 Milliarden Euro (sic!) sollen nach Berechnung des Finanzministeriums jene Anträge kosten, die bei der letzten Sitzung des Nationalrates zur Abstimmung anstehen. Die SPÖ ließ nachaddieren - und musste sehen, dass da jemand nicht rechnen kann. Zwar ungut, wenn die mathematischen Unkünstler just im Finanzministerium hocken -aber Österreich wird auch dies verkraften. Die SPÖ kam jedenfalls auf nicht einmal die Hälfte der Summe und stellte in einer Nebenrechnung fest, dass sich die ÖVP bei den eigenen Anträgen um das 24,8-fache geirrt habe: Nicht 381 Millionen, sondern 9,463 Milliarden sollen die Molterschen Vorhaben kosten. Den Steuerzahler - selbstverständlich. Weil der es immer ist, der die wahltaktischen Kurzsichtigkeiten begleicht. Das ist auch der Grund, weshalb die Politik nicht rechnen kann: Sie hat noch nie bezahlt ...

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